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Augsburg

09.09.2019

Warum ein Augsburger mit Christopher Lambert einen Film drehte

Sammy Akdil steht stolz neben Schauspieler Christopher Lambert am Filmset.
Bild: Akdil privat

Sammy Akdil stattet Events mit Leuchtmöbeln aus. Dort knüpft der Augsburger gerne Kontakte. Wie er zu einem Drehtag mit Schauspieler Christopher Lambert kam.

Eigentlich verleiht Sammy Akdil über seine Firma "Geggos" leuchtende Möbel. Mit den LED-Stehtischen, -Sesseln und -Barelementen ist der Augsburger, wie er sagt, deutschlandweit auf Veranstaltungen präsent. Dort knüpft der 40-Jährige vor allem gerne Kontakte zu bekannten Menschen. Um die 70 Promi-Kontakte habe er inzwischen in seinem Handy gespeichert, verkündet Akdil stolz. Seine Umtriebigkeit und offene Art haben ihm einen Drehtag an einem Filmset verschafft, den er so schnell nicht mehr vergessen wird.

Für den Mann aus Augsburg ist Schauspieler Lambert ein Idol

Der Augsburger mit aramäischen Wurzeln durfte vergangene Woche im schweizerischen Davos an der Seite des bekannten Schauspielers Christopher Lambert drehen. Für ihn sei das eine große Ehre gewesen. „Als Kind habe ich alle seine Filme geschaut. Lambert ist für mich immer noch der Highlander.“ Bei dem aktuellen Film „Someone dies Tonight“ geht es allerdings weniger um Unsterblichkeit, wie der Filmtitel erahnen lässt. Es ist vielmehr ein Mafia-Streifen, der nächstes Jahr in den USA in den Kinos anlaufen soll. Und der Augsburger ist mittendrin – zumindest in einer Szene.

„Lambert ist die Hauptfigur. Als sein Bodyguard stehe ich in seinem Büro dekorativ dabei, als es zu einer brisanten Situation kommt“, erzählt Akdil von den Aufnahmen in einem Hotel. Sagen durfte er in seiner Statistenrolle nichts, aber ernst und wachsam schauen. Wie es Personenschützer eben so machen. Immer wieder habe er mit Lambert in den Pausen ein paar Worte gewechselt. „Er hat mich registriert, mir mal auf die Schulter geklopft.“

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Den Stolz darüber kann Akdil nicht verhehlen. Zu der Statistenrolle kam er durch Zufall. Wie der Unternehmer berichtet, war er im Mai mit Leuchtmöbeln seiner Firma auf einer Veranstaltung im Schloss Thurn und Taxis in Regensburg präsent. Dort kam er mit dem kroatischen Filmproduzenten Vjekoslav Katusin ins Gespräch.

Der Augsburger Sammy Akdil ist beruflich auf vielen Veranstaltungen in ganz Deutschland unterwegs. So kam er zu seiner ersten Filmrolle als Bodyguard.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der Regisseur erzählte von dem Film. „Ich bot mich an. Falls er mich brauchen sollte …“, meint Akdil. Danach sei man sich auf weiteren Veranstaltungen begegnet. Schließlich wurde der Augsburger gefragt, ob er Lust habe, dabei zu sein. Sammy Akdils Lebensmotto war damit aufgegangen. „Gelegenheiten schafft man sich selber. Das ist meine Philosophie.“

Augsburger Akdil ist ein Netzwerker

Mit dieser Einstellung will der Augsburger auf verschiedenen Events, wie etwa der Berliner Fashion Week, neben seiner Arbeit interessante Menschen kennenlernen. „Prominente pflegen inzwischen den Umgang mit mir“, sagt er selbstbewusst. Er sei nicht nur ein guter Netzwerker, sondern könne gut mit Menschen umgehen. „Ich bin wie der Gecko – sehr anpassungsfähig.“

Seit zwei Jahren betreibt der Augsburger zusammen mit einem Geschäftspartner die Firma „Geggos“. Die Veranstaltungen, für die sie Aufträge erhielten, würden immer exklusiver. Akdil ist mit dem Geschäft zufrieden. Es ist seine dritte Selbstständigkeit. Ein Restaurant in Göggingen habe er mal gehabt, sei danach für einen Tiefkühl-Heimservice tätig gewesen. Doch „normale Arbeit“ findet er zu monoton. Die LED-Leuchtmöbel seien voll sein Ding – vor allem aber die Events, die er damit ausstattet. Auf seiner Facebook-Seite lässt sich gut verfolgen, wo Akdil überall mit seinen Möbeln unterwegs ist.

Auf dem Presseball in Berlin etwa, wo er sich mit Schauspieler Jürgen Prochnow und Darstellerin Jenny Elvers ablichten ließ. Zu gerne würde Akdil jetzt auch Fotos vom Filmdreh ins Internet stellen, sagt er. Doch er dürfe aus vertragsrechtlichen Gründen nicht. Das Zusammentreffen mit Christopher Lambert wird ihm in Erinnerung bleiben. „Bei dem Dreh war ich gerne nur die Dekolampe hinter ihm“, witzelt er. Oder um in den Worten des Highlanders zu sprechen: Es kann halt nur einen geben.

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