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Augsburg

11.09.2018

Was die Augsburger zur anstehenden Landtagswahl sagen

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Johanna Holm war die Erste, die sich am Dienstag zum Oberhauser Bahnhof kam. Im Gespräch mit Stefan Krog. 
Bild: Silvio Wyszengrad

Die AZ-Aktion startet in Oberhausen am Bahnhof. Es sind vor allem zwei Themen, die immer wieder angesprochen werden.  

In dieser Woche möchte die Lokalredaktion der Augsburger Allgemeinen von Bürgerinnen und Bürgern wissen, was sie vor der Landtagswahl umtreibt, aber auch welche Probleme angepackt werden sollen. Auftakt der AZ-Aktion, die bis einschließlich Freitag dauert, war am Dienstag am Helmut-Haller-Platz in Oberhausen. Unschwer zu erkennen sind die Zeitungsredakteure an den blauen Liegestühlen und der blauen Plakattafel, die jedes Mal mitgebracht werden.

Erste Besucherin am AZ-Stand ist Johanna Holm. Pünktlich um 11 Uhr radelt sie vor, um ihre Meinung kundzutun. „Ich finde es erst einmal wichtig, überhaupt mit Redakteuren ins Gespräch zu kommen“, sagt die politisch interessierte Frau, die gerne handschriftlich einen Leserbrief an unsere Zeitung schreibt: „Reden ist aber schöner.“ Dies mache sie im Übrigen sehr gerne im Freundes- und Bekanntenkreis: „Ich sage insofern, die Flüchtlingsthematik ist das große Thema bei den Menschen.“ So werde derzeit in Oberhausen bereits kontrovers diskutiert, wie sich wohl die neue Asyl-Unterkunft im Kobelweg in Kriegshaber auswirken werde. Wenn es um andere Themen geht, die für sie eine Rolle spielen, sagt Johanna Holm, „dass aus meiner Warte die Polizei mit mehr Befugnissen ausgestattet werden sollte“. Dies erhöhe das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Deshalb plädiere sie für mehr Videoüberwachung: „Ich habe nichts zu verbergen.“

Dass nun kurz vor der Wahl bald wöchentlich neue Umfragen auf den Markt kommen, empfindet sie als eher nervig: „Ich glaube da auch nicht dran.“ Kurz vor ihrem Abschied wird’s dann noch persönlich: „Ich müsste Ihnen ja eigentlich auch noch verraten, dass mein 19-jähriger Enkel Jonas für die Freien Wähler antritt.“

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Auch Hannelore Köppl, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Oberhauser Vereine, ist mittags mit dem Rad unterwegs. „Für mich ist die Sicherheit das große Thema“, sagt Hannelore Köppl, die sich für die CSU parteipolitisch engagiert. „Ich spüre selbst ein leichtes Unsicherheitsgefühl, wenn ich spätabends durch Oberhausen gehe“, schildert sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen. Zwei Stunden dauert die AZ-Aktion an allen Tagen. Letzter Besucher am Dienstag ist ein jüngerer Mann, der kein Geheimnis daraus macht, dass er zur Klientel der Süchtigen zähle, die sich regelmäßig am Oberhauser Bahnhof trifft. Er sei an Politik interessiert. „Ich fühle mich aber nicht mehr von der Politik vertreten“, sagt er weiter, um in einem Nebensatz nicht zu verschweigen, „dass ich heute schon einigen Alkohol getrunken habe“. Er sei aber „klar genug im Kopf“, um ein Urteil abzugeben: „Die Politiker arbeiten gegen das Volk.“

Wir sind gespannt, wie weitere Meinungsbeiträge am AZ-Stand ausfallen. Am Mittwoch, 12. September, geht die Aktion weiter. Zwei Redakteure und ein Fotograf sind von 11 bis 13 Uhr am Königsplatz (kurze Bahnhofstraße).

Die weiteren Termine:

Donnerstag, 13. September, Universität, vor der Mensa, 11 bis 13 Uhr

Freitag, 14. September, Zwölf-Apostel-Platz in Hochzoll, 12 bis 14 Uhr.

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