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Was gegen hohe Bodenpreise helfen könnte

Kommentar Von Stefan Krog
25.11.2019

Die Preise für Grundstücke sind in Augsburg massiv gestiegen - mit negativen Folgen. Doch wie lässt sich der Trend stoppen?

Boden ist ein nicht vermehrbares Gut, und darum sorgt steigende Nachfrage noch in viel stärkerem Maß als bei anderen Gütern für steigende Preise. Wer das Thema der steigenden Immobilienpreise in den Griff bekommen will, muss zwangsläufig beim Thema Boden mit angreifen.

Es gibt dabei zwei Denkweisen: Die eine ist, dass die Ausweisung von mehr Bauland für mehr Angebot und somit sinkende oder zumindest stagnierende Preise sorgt. Die Stadt Augsburg hat zuletzt einige Bebauungspläne fertiggestellt, die für neues Bauland gesorgt haben und dafür sorgen werden, dass in absehbarer Zeit neue Wohnungen entstehen. Ob sie auch bezahlbar sind, steht auf einem anderen Blatt. Denn viel gleichzeitig zu bebauendes Bauland sorgt für höhere Auslastung der Baufirmen.

Muss die Stadt mehr eingreifen?

Die andere Denkweise ist, dass die öffentliche Hand stärker eingreift und Bauland nicht nur verfügbar macht, sondern auch versucht, Spekulation zu verhindern, und Bodenpolitik betreibt. Ein Beispiel ist das Thema Konzeptvergabe, das die Stadt nun angehen will. Nicht derjenige, der am meisten bezahlen kann, sondern derjenige, der das beste Konzept vorlegt, bekommt ein städtisches Grundstück. Auch das städtische Familienförderprogramm geht in die Richtung, wenngleich der Preisnachlass für Familien nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. All diese Projekte bringen natürlich etwas, doch sie haben aufgrund ihrer eingeschränkten Anzahl erst mal einen gewissen Schaufenstercharakter.

Spannend wird sein, was die Stadt in ihrem Konzept zur sozialgerechten Bodennutzung, über das seit mehreren Jahren schon diskutiert wird und das demnächst vorgelegt werden soll, vorsieht. Ein Anteil von geförderten Wohnungen senkt zwar nicht das Niveau der Bodenpreise, aber das Mietniveau. Auch weitere Maßnahmen sind denkbar. Die Stadt hat die Modelle anderer Städte verglichen und wird einen Entwurf formulieren. Es sollte etwas dabei sein, was über den bisherigen Augsburger Weg hinausgeht.

Lesen Sie auch: Grundstückspreise steigen weiter: Wo Bauen in Augsburg noch "günstig" ist

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