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Wasser in Augsburg: Für das Welterbe ist es ein verlorenes Jahr

Kommentar Von Michael Hörmann
22.07.2020

Plus Augsburg ist wegen seiner historischen Wasserwirtschaft Welterbe. Allerdings ist momentan nichts von einer Aufbruchstimmung zu spüren.

Die Corona-Pandemie hat in viele Lebensbereiche massiv eingegriffen. Auch weiterhin geht es vor allem um den gesundheitlichen Aspekt bei der Bekämpfung des Virus. Die wirtschaftlichen Folgen von Corona sind in ihrer Dimension überhaupt noch nicht einzuschätzen. Betriebe fürchten um den Fortbestand, viele Arbeitsplätze sind in Gefahr. Der Umgang mit dem Virus wird zudem zu einer gesellschaftlichen Herausforderung.

Insofern ist es keine Überraschung, dass Augsburg mit seinem Unesco-Welterbe in diesem Jahr nicht punkten kann. Wenn die Verantwortlichen derzeit von einem „Riesenschub für die Stadt“ sprechen, ist diese nach außen getragene Euphorie reichlich fehl am Platz. In Augsburg selbst spricht momentan fast niemand über die historische Wasserwirtschaft. „Wir sind Welterbe“, hieß es kurz nach der Auszeichnung im Vorjahr. Davon ist nichts zu spüren.

Der Wasserladen lässt noch länger auf sich warten

Es passt daher ins Bild, dass der Wasserladen am Rathausplatz in diesem Jahr erst gar nicht eröffnet wird. Mit Corona lässt sich manche bauliche Verzögerung erklären und entschuldigen. Dass jedoch ein Umbau eines rund 100 Quadratmeter großen Ladens eine mehrmonatige Verlängerung der Bauzeit bedingt, ist schon sehr ungewöhnlich. Die lange Bauzeit könnte andererseits als Indiz gesehen werden, dass mit dem Wasserladen am ganz großen Rad gedreht werden soll.

Das Info-Zentrum hat eine hohe Bedeutung dafür, wie die Stadt interessierten Besuchern die historische Wasserwirtschaft näherbringt. Man kann es nicht oft genug betonen: Augsburg steht auf der Unesco-Welterbeliste. Aufgenommen werden nur Stätten, die weltweit außergewöhnlich und einzigartig sind.

Lesen Sie den zugehörigen Artikel: Ein Jahr danach: Wie Corona den Welterbe-Titel ausgebremst hat

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