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Augsburg

03.04.2019

Wenn dunkle Ecken in Augsburg zum Ärgernis werden

Dunkel ist der Weg von der Mühlstraße in Richtung Krautgartenweg in Göggingen. 

Bei einer Aktion unserer Redaktion konnten Bürger Stellen melden, die schlecht beleuchtet sind. Die Stadt Augsburg antwortet.  

Es war ein Aufruf unserer Zeitung: Leser sollten dunkle und mäßig beleuchtete Ecken im Augsburger Stadtgebiet melden, an denen sie sich mehr Licht wünschen. Erster Ansprechpartner für das Anliegen ist das städtische Baureferat. Es hat auf weitere Anfragen geantwortet.

Der erste Ärger: Ein Fußweg in Göggingen

Es ist der Weg von der Mühlstraße (Hessing Behindertenzentrum) in Richtung Krautgartenweg. Das sagt die Stadt: Es handelt um einen bisher unbeleuchteten Teil des Krautgartenweges. Die unbebaute Strecke des Krautgartenweges führt zum „Förderzentrum für Kinder“ der Hessing Stiftung. Die Erweiterung der Beleuchtungsanlage um voraussichtlich sieben weitere Lichtpunkte könnte an die letzte vorhandene Straßenlaterne am Krautgartenweg angeschlossen werden. Eine entsprechende Erweiterung der Beleuchtung wird überprüft und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten umgesetzt.

Der zweite Ärger: Die Reintalstraße in Hochzoll

Zwischen den Hausnummern 10 und 11 und zum großen Teil auch die Nummer 9 ist so gut wie keine Beleuchtung vorhanden, lautet die Klage von Bürgern. Grund: Die Laternen oberhalb und unterhalb der genannten Hausnummer sind von Büschen und Bäumen verdeckt. Das sagt die Stadt: Es handelt es sich um Büsche und Bäume, die auf Privatgrund stehen und über die Grundstücksgrenzen hinausragen. Da die Stadt Augsburg bei solchen Fällen vorerst mit dem Rückschnitt nicht selbst tätig werden kann und darf, werden nun die Hausbesitzer schriftlich aufgefordert, die Pflanzen zurückzuschneiden. Sollte dies innerhalb der gesetzten Frist nicht erfolgen, wird die Stadt den Rückschnitt ersatzweise vornehmen. Der Einsatz wird dann in Rechnung gestellt.

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Wenn der Wunsch nach mehr Licht in der Nacht geäußert wird, steht die Stadt von der Frage der Abwägung. Zu berücksichtigen sind Verkehrssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Belange des Umweltschutzes. Ziel müsse es sein, heißt es aus dem Baureferat, dass ein Gleichgewicht zwischen ökologischen und ökonomischen Aspekten herzustellen ist.

Die Stadt Augsburg verfolgt nach eigenen Angaben seit Mitte der 1980er Jahre das Ziel, Energie einzusparen. Die öffentlichen Beleuchtung in Augsburg wurde daher systematisch auf die damals verfügbar wirtschaftlichste Lichtquelle, die Natriumdampf-Hochdrucklampe umgestellt, sagt Baureferent Gerd Merkle. Seit dem Jahr 2000 befinden sich keine Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mehr in Betrieb. Diese „Energieschleudern“ (25 Prozent mehr Energieverbrauch) wurden von der EU mit der Frist 2015 verboten. Augsburg hatte hier durch die frühe Umstellung einen wesentlichen Vorsprung gegenüber anderen deutschen Städten. Eine umweltschonende und energiesparende Beleuchtung soll in den nächsten Jahren unter anderem durch den Einsatz der innovativen LED- oder LCC-Technik weiter ausgebaut werden.

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