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Wer schafft den Einzug in den Landtag?

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Kommentar Von Michael Hörmann
07.09.2018

Einige Kandidaten aus dem Raum Augsburg werden den Einzug ins Gremium ziemlich sicher schaffen. Andere müssen bangen. Eine Analyse

Der Ausgang der Landtagswahl am 14. Oktober erscheint völlig offen. Die CSU wird laut aktuellen Umfragen ihre absolute Mehrheit nicht verteidigen. Wer wird Koalitionspartner? Welche Parteien kommen in den Landtag? Je mehr Parteien im Gremium vertreten sein werden, desto enger wird das Ringen um die Landtagsmandate. Derzeit hat der Landtag 180 Abgeordnete. Die CSU stellt 101, die SPD 42, die Freien Wähler 19 und die Grünen 18. Die AfD wird laut Umfragen den Einzug schaffen, die FDP bewegt sich oberhalb der Fünf-Prozent-Marke.

Das Abschneiden ihrer Partei ist für heimische Landtagskandidaten entscheidend. Wichtig ist es, dass die Partei möglichst viel Mandate für Schwaben gewinnt. Die Kandidaten müssen ihrerseits ein respektables Ergebnis schaffen, um den Sprung nach München zu schaffen. Vieles ist offen. Daher fallen Prognosen schwer, wie viele Bewerber aus den Augsburger Stimmkreisen in den Landtag einziehen.

Beim Direktmandat im Stimmkreis ist die Situation anders. Gewählt ist, wer bei der Erststimme die meisten Stimmen erhält. Die CSU-Bewerber Johannes Hintersberger (Stimmkreis West) und Neuling Andreas Jäckel (Stimmkreis Ost) sind die Favoriten. Zu deutlich war bei früheren Wahlen der Abstand zur Konkurrenz. Die Augsburger CSU wird derzeit nicht von Skandalen geplagt. Und: Kein Herausforderer im Stimmkreis hat bislang ernsthaft den Anspruch angemeldet, das Direktmandat gegen den CSU-Bewerber zu holen.

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Wie die Chancen bei der SPD aussehen

Ungleich spannender wird die Frage sein, wer ansonsten ins Maximilianeum einzieht. Beste Chancen hat SPD-Mann Harald Güller (Neusäß, Stimmkreis West). Der Landtagsabgeordnete führt die schwäbische SPD-Liste an, was im nicht ganz einfachen Auszählungssystem ein Vorteil ist. Für SPD-Stadträtin Margarete Heinrich ist die Ausgangslage schwieriger. Die SPD schwächelt in Umfragen, Augsburg ist nicht mehr die SPD-Hochburg wie noch vor Jahren. Grüne und AfD haben in der Großstadt Augsburg in der Wählergunst gewaltig Boden gut gemacht.

Diese Entwicklung dürfte sich bei der Landtagswahl fortsetzen. Bei den Grünen ist Stadträtin Stephanie Schuhknecht (Ost) die schwäbische Spitzenkandidatin, bei der AfD führt Markus Bayerbach (Ost) die Liste der schwäbischen Kandidaten an. Ähnlich wie bei Güller ist dies eine sehr gute Ausgangsposition. Heißt: Der Einzug von Schuhknecht und Bayerbach ist jedenfalls sehr wahrscheinlich.

Grünen-Stadtrat Cemal Bozoglu (West) ist im parteiinternen Ringen um einen guten Listenplatz nur auf Platz zehn gelandet. Das macht es für ihn nicht leicht. Kandidaten anderer Parteien haben allenfalls Außenseiterchancen. Bei den Freien Wählern liegt es daran, dass sie im Stadtgebiet bei Weitem nicht so punkten wie in eher ländlich geprägten Regionen. Bei der FDP fehlen personelle Zugnummern. Die Kandidaten der Linkspartei stehen ganz oben auf der Liste. Aber: Die Linke ist laut Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke.

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