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Augsburg

18.02.2014

Wer wird Chef im Römermuseum?

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Das Römische Museum, wie es einmal aussah. Derzeit ist die Dominikanerkirche leer geräumt, weil sie saniert wird. Wie es danach weiter geht, wird sich zeigen. In diese Tatsache spielt ein weiterer Fakt mit hinein: Das Museum hat derzeit lediglich einen kommissarischen Leiter. Der ehemalige Chef wurde aus gesundheitlichen Gründen anders eingesetzt, geht nun aber in Ruhestand. Die Nachfolge ist offen.
Bild: Ulrich Wagner

Lothar Bakker, Leiter des Römermuseums in Augsburg, geht bald in den Ruhestand. Ein Nachfolger für den Augsburger müsste schon jetzt bei Weichenstellungen mitreden.

Das neue Römermuseum und noch viel mehr – bald werden für Augsburgs historisches Erbe wichtige Weichen gestellt. Die Frage ist, ob dann genug Expertenwissen bei der Stadt vorhanden ist. Im Juli dreht sich im Römischen Museum das Personalkarussell. Der bisherige Leiter Lothar Bakker geht in den Ruhestand. Offen ist, wie schnell die Schlüsselposition neu besetzt wird.

Stellvertreter kümmern sich ums Tagesgeschäft

Die Situation gilt schon jetzt nicht als ideal. Augsburg hat die größte Stadtarchäologie in Bayern und auch ein eigenes Römermuseum. Bakker nimmt aber seit fünf Jahren aus gesundheitlichen Gründen die Leitung im Haus nicht mehr wahr. Er widmet sich ganz der Forschung und überlässt das Tagesgeschäft seinen Stellvertretern. Kommissarischer Leiter des Römermuseums ist Manfred Hahn. Er und seine Kollegen setzen sich sehr ein, haben aber nicht den Einfluss auf der Leitungsebene.

Im März wird Bakker 65 Jahre, ab 1. Juli geht er in den Ruhestand. Dann ist seine Stelle frei. In Fachkreisen sorgt man sich bereits, dass der Posten länger vakant bleiben könnte. Dabei müsse der oder die Neue normalerweise schon im Vorfeld mitreden, wenn es um die Zukunft des geschlossenen Römermuseums und andere wichtige Weichenstellungen gehe, heißt es. Man könne nicht Entscheidungen treffen und den künftigen Leiter dann vor vollendete Tatsachen stellen.

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Grab: Stelle möglichst schnell besetzen

Geht es nach Kulturreferent Peter Grab (Pro Augsburg), soll die Stelle möglichst schnell neu besetzt werden. „Ich möchte die Sache noch in diesem Jahr geklärt haben“, sagt er. Für eine Modernisierung des Römermuseums brauche man eine handlungsfähige Leitung, die auch angemessen bezahlt werde.

Eine zeitlich befristete Wiederbesetzungssperre gäbe es laut Grab, wenn ein Bewerber von außerhalb käme. Ob es eine interne oder externe Stellenausschreibung geben wird, sei aber noch nicht entschieden.

Parallel laufen aber bereits in diesem Jahr zwei Planungswerkstätten zu den Römern – die eine im Baureferat zum innerstädtischen Dominikanerareal, wo das Museum aktuell angesiedelt ist, die andere im Kulturreferat zum Gesamtkonzept für Augsburgs römisches Erbe.

Wie geht es in Sachen Mozartforschung weiter?

Offen ist auch die Zukunft einer anderen Stelle. Josef Mancal, langjähriger Mozartforscher in Diensten der Stadt, ist zum 1. Januar in den Ruhestand gegangen. Und nicht nur er fragt sich, ob es einen Nachfolger geben wird. „Mich hat es gewundert, dass es mit mir kein Gespräch darüber gegeben hat“, sagt er auf Anfrage. Nach seiner Auffassung sind neue Erkenntnisse über Leopold Mozart wichtig und vielfältig zu verwerten, für Augsburgs Tourismus genauso wie für Augsburgs Identität als Mozartstadt.

Grab sagt, die Planstelle sei nicht gestrichen worden, sondern bis Jahresende vorhanden. Aktuell seien beim Thema Mozart aber sehr viele Akteure unterwegs, die teilweise auch aneinander vorbei agieren würden. Nicht nur für das Mozartfest, auch für die Mozartstadt Augsburg sei deshalb ein Gesamtkonzept nötig, so Grab. Dieses werde gerade von einem Münchner Unternehmen erstellt. Ergebnisse erwartet der Kulturreferent im April. Dann soll es auch zur Zukunft der Mozart-Forschung in Augsburg mehr Klarheit geben.

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