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Universität

03.11.2019

Wie der Aufbau des Medizin-Campus läuft

Der Medizin-Campus entsteht: Auf verschiedenen Ebenen wird in einem neuen Gebäude das Zentrum für Integrierte und Translationale Forschung untergebracht. Der Siegerentwurf stammt von einem Münchner Architekturbüro.
Foto: Nova Michael Beck Architekten

Der Wettbewerb für den dritten Neubau ist entschieden. Dort sollen Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten. Wie es nun weitergeht.

Beim Aufbau des neuen Augsburger Medizin-Campus geht es zügig weiter: Die Planungen für die ersten beiden neuen Gebäude beim Uniklinikum Augsburg laufen. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Nun ist auch klarer, welche Architekten voraussichtlich den dritten Forschungsbau ausführen werden.

An der Universität Augsburg entsteht die landesweit sechste Medizinische Fakultät, mit den Forschungsschwerpunkten Umweltmedizin und Medizinische Informatik. Das Klinikum Augsburg wurde inzwischen in ein Universitätsklinikum in staatlicher Trägerschaft überführt. In einem dritten Schritt muss der neue Medizin-Campus mit zahlreichen Gebäuden für Forschung und Lehre beim Uniklinikum aufgebaut werden. Dort sollen im Endausbau rund 1500 Studierende und ebenso viele Professoren und Mitarbeiter Platz finden.

Die Medizinstudenten nutzen ein Interimsgebäude

Aktuell sind die ersten Medizinstudenten in einem Interimsgebäude untergebracht. Dafür wurde die ehemalige Kinderklinik des Uniklinikums modernisiert und umgebaut. Parallel laufen die Vorbereitungen für den neuen Medizin-Campus. Bereits im April vergangenen Jahres war der Wettbewerb für die beiden ersten Neubauten entschieden worden – es geht um ein Lehrgebäude und das Forschungsgebäude mit dem Institut für Theoretische Medizin. Nach Angaben des Staatlichen Bauamtes ist nun im nächsten Schritt auf dem Gelände unmittelbar südlich des Uniklinikums der Wettbewerb für ein weiteres Forschungsgebäude entschieden. Dort wird das Zentrum für Integrierte und Translationale Forschung (ZeIT) untergebracht.

Für die Baumaßnahme hatte der Freistaat einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. 26 Büros wurden nach Angaben des Staatlichen Bauamtes zugelassen. Weitere fünf vorab gesetzte Teilnehmer wurden um Einreichung von Arbeiten gebeten. Nun liegt die Entscheidung des Preisgerichts unter dem Vorsitz von Professor Tobias Wulf aus Stuttgart vor.

Diese Entwürfe für den Medizin-Campus punkteten

Der erste Preis ging an das Münchner Büro NOVA Michael Beck Architekten. Der zweite Preis wurde an das Büro B + P Reiner Becker in Berlin vergeben. Der dritte Preis ging an Bodamer Faber Architekten in Stuttgart und der vierte Preis nach Nürnberg an die ATP HAID Planungs GmbH. Anerkennungen gab es für Heinle, Wischer und Partner, Stuttgart, und hks architekten, Aachen. Die Preisträger werden nun zu Vertragsverhandlungen eingeladen. Nach Angaben des Staatlichen Bauamtes ist beabsichtigt, einen der Preisträger mit der Planung des Gebäudes zu beauftragen. Parallel werden im Rahmen von Vergabeverfahren die weiteren Fachplaner für das Gebäude gesucht. Die Entwurfsplanung soll Anfang 2020 starten, der Baubeginn ist für Anfang 2022 vorgesehen.

Das Raumprogramm für das Zentrum für Integrierte und Translationale Forschung beläuft sich danach auf 13500 Quadratmeter Nutzfläche. Es beinhaltet unter anderem Flächen für eine multidisziplinäre Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und forschungsunterstützenden Bereichen für eine moderne biomedizinische Forschung.

Und so geht es weiter: Der Freistaat hat inzwischen 26 Millionen Euro für die Erschließung des Campus-Geländes beim Uniklinikum bewilligt. Aktuell werden die Ausführungsplanungen für die ersten beiden Neubauten fortgeführt. Diese beiden Hochbauprojekte – also das Lehrgebäude und das ITM – sollen im Dezember dem Haushaltsausschuss des Landtages zur Genehmigung vorgelegt werden. Den Baubeginn plant das Staatliche Bauamt für Frühjahr/Sommer 2020.

Wettbewerbsbeiträge werden bis 17. November im Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, ausgestellt. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr.

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