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Stadtleben

16.05.2019

Wie die Stadt mehr für Behinderte tun will

Sozialbürgermeister Stefan Kiefer (links) eröffnete mit Schwung den neuen inklusiven Spielplatz im Botanischen Garten.
Bild: Annette Zoepf

Am Mittwoch wurde der „Aktionsplan Inklusion“ im Botanischen Garten vorgestellt

Ein Karussell, das nicht nur für Menschen mit Gehbehinderung zugänglich ist, sondern auch den Bedürfnissen von gehörlosen und sehbehinderten Menschen gerecht wird – solch ein besonderes Spielgerät wurde am Mittwoch auf dem Spielplatz des Botanischen Gartens vorgestellt. Die anwesenden Kinder konnten die Eröffnung des neuen Karussells kaum erwarten.

Mit seinem inklusiven Spielplatz und insbesondere dem neu erbauten Karussell will der Botanische Garten einen Beitrag zum „Aktionsplan Inklusion“ leisten, der am Mittwoch in den Räumlichkeiten des Botanischen Gartens präsentiert wurde. Ziel des Plans ist es, Teilhabe für alle zu gewährleisten und dabei Menschen mit Behinderung als gleichberechtigt einzubeziehen. Dieser Vision will die Stadt mit dem Aktionsplan näherkommen, der von der Fachstelle Inklusion erarbeitet wurde. Der Plan formuliert insgesamt 41 Maßnahmen, um die gesellschaftliche Teilhabe in den Bereichen Gesundheit, Freizeit, Arbeit, Kultur und Mobilität zu fördern.

Letztere erfordert laut Sozialreferent Stefan Kiefer (SPD) einige städtebauliche Veränderungen: „Nicht nur müssen die Bordsteine abgeflacht werden, sondern auch die steilen Hangkanten, wie zum Beispiel am Perlachberg, müssen barrierefreier werden.“ Auch hinsichtlich der Bereiche Freizeit und Kultur sind laut Plan einige Veränderungen vorgesehen: Museen sollen künftig ihre Ausstellungsstücke auch in sogenannter einfacher Sprache beschreiben und Musikinstrumente sollen besser den Bedürfnissen ihrer Nutzer angepasst werden.

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Wie gut das jetzt schon geht, zeigte das inklusive Orchesterprojekt „Die Bunten“, die die Vorstellung musikalisch begleitete: So spielte eine junge Musikerin auf einer Tischharfe, bei der nicht das Notenlernen im Vordergrund steht, sondern das problemlose Mitspielen nach einer Griffschrift. Dass Inklusion auch in der Arbeitswelt funktioniert, will das Inklusionshotel zeigen, das schon bald eröffnen soll.

Im Frühjahr wurde der Plan vom Stadtrat beschlossen. Jetzt sollen die darin enthaltenen Einzelmaßnahmen Stück für Stück umgesetzt werden. Es geht dabei laut Kiefer um einen Kompass mit einem klaren Ziel: „Augsburg soll Inklusionsstadt werden und mit dem Plan befinden wir uns auf einem guten Weg dorthin“, sagt der Bürgermeister.

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