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Augsburg

13.06.2018

Wie es zum Unfall mit den eingebrochenen Fahrzeugen kam

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Die Von-Osten-Straße ist vorübergehend für den Durchgangsverkehr gesperrt. In Kürze beginnen dort die Sanierungsarbeiten.
Bild: Jens Reitlinger

Weil die Straße unterspült war, sind in der Von-Osten-Straße am Montag mehrere Fahrzeuge eingebrochen. Nun ist klar, wie es dazu kommen konnte.

Wo am Montag noch Dutzende Feuerwehrmänner, einige Polizisten, Nachbarn und ein Abschleppwagen um zwei im Asphalt versunkene Fahrzeuge standen, ist tags darauf wieder Ruhe eingekehrt. Die Von-Osten-Straße in Göggingen ist für den Durchgangsverkehr gesperrt, in ihrer Mitte klafft ein eineinhalb Meter langes Loch. Infolge eines unterirdischen Wasserrohrbruchs waren zuerst ein Transporter und danach ein Unimog der Augsburger Stadtwerke durch die Asphaltdecke gebrochen.

Rohrbruch in der Von-Osten-Straße war vorher nicht bekannt

Über das Ausmaß der Unterspülung waren selbst die Mitarbeiter der Stadtwerke überrascht, wie Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Fergg mitteilt. Mit dem Unimog, der den zuvor eingebrochenen Transporter bergen sollte, wären die Techniker sonst erst gar nicht mehr in die Straße gefahren. „Die meisten Rohrbrüche sind von oben her erkennbar, weil sich das Wasser anstaut und an die Oberfläche gedrückt wird“, erklärt Fergg. In der leicht abschüssigen Von-Osten-Straße konnte das austretende Wasser jedoch unbemerkt unter der Asphaltdecke hangabwärts ablaufen, sodass das Loch, das nur groß wie eine Zwei-Euro-Münze ist, längere Zeit unentdeckt blieb. „Angesichts der umfangreichen Schäden muss der Rohrbruch schon eine ganze Weile zurückliegen“, sagt Jürgen Fergg.

Vorfälle wie dieser sind Fergg zufolge ausgesprochen selten. Der letzte vergleichbare Fall, der eine Straßensperrung nötig machte, liege etwa sechs Monate zurück. Mit speziellen Abhörgeräten würden sämtliche Gas- und Wasserleitungen regelmäßig überprüft und eventuelle Rohrlecks erkannt und behoben. Als Ursache für den Vorfall in der Von-Osten-Straße schließt Fergg eine längere Frostperiode während der Wintermonate nicht aus, in deren Verlauf sich der Untergrund bewegt. Dies könnte Leitungsschäden hervorrufen. „Wir sprechen dabei von geringfügigen Erdbewegungen im Millimeterbereich“, sagt der Pressesprecher.

Straße bleibt bis nächste Woche gesperrt

Auf spürbare Erschütterungen müssen sich die Anwohner der Von-Osten-Straße in den kommenden Tagen einstellen. Bereits am Mittwoch rücken Arbeiter an, um den Asphalt zu entfernen. „Erst dann ist das tatsächliche Ausmaß der Unterspülung ersichtlich“, sagt Gunther Höhnberg, Leiter der Verkehrsplanung im städtischen Tiefbauamt. Anschließend werden das Fundament erneuert und die Straße wieder geteert. Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen könne man noch nicht abschätzen. Im Laufe der nächsten Woche soll die Straße wieder befahrbar sein.

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