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Wohnprojekt "Augusta": Käufer zahlen nicht jeden Preis

Kommentar Von Eva Maria Knab
13.05.2020

Plus Die Immobilienpreise wachsen in Augsburg nicht in den Himmel. Das bekommt ein Anbieter zu spüren.

Jahrelang gingen die Preise für Wohnimmobilien immer weiter nach oben – auch in Augsburg. Für eine Neubauwohnung muss man heute Summen hinlegen, die sich selbst Singles und Familien mit gutem Einkommen kaum noch leisten können. In der Corona-Krise zeigt sich nun aber, dass Käufer nicht mehr jeden Preis zahlen. Das zwingt den Immobilienentwickler Instone, sein ambitioniertes Wohnbauprojekt „Augusta“ am Hauptbahnhof auf Eis zu legen. Ein spektakulärer Einzelfall oder der Beginn einer neuen Entwicklung?

Wohnbauprojekt „Augusta“: Der Preis war wohl zu hoch

Fest steht, dass die Preise bei diesem Projekt für Augsburger Verhältnisse sehr hoch waren, offenkundig zu hoch. Das börsennotierte Unternehmen ist damit ein Risiko eingegangen und hat erst einmal Schiffbruch erlitten. Die Aussicht auf eine gute Rendite am scheinbar endlos boomenden Immobilienmarkt war zu verlockend. Damit wird es aber erst einmal nichts. Wegen der Corona-Pandemie und deren dramatischen Folgen werden Käufer vorsichtiger. Das gilt auch für Geldanleger.

Doch auch wenn der Vermarktungs-Stopp von Instone für Aufsehen sorgt, Branchenkenner in Augsburg werten ihn derzeit als Ausnahme. Auch deutschlandweit tätige Analysten gehen davon aus, dass der Immobilienmarkt in der Stadt stabil bleiben wird und die Preise weiter steigen, auch wenn insgesamt ein wirtschaftlicher Einbruch bevorsteht. Schon allein wegen der überhitzten Immobilienmarkt-Situation in München zieht es Interessenten an den Lech.

Auch die Einwohnerzahl in Augsburg wächst und damit der Bedarf an Wohnraum. Eine Trendwende sei derzeit bei hoher Nachfrage und niedrigen Zinsen nicht abzusehen, so die Prognose. Nur preislich übertreiben sollten es Anbieter eben nicht.

Lesen Sie dazu auch: Firma stoppt Bau von fast 400 Wohnungen

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.05.2020

Eigentlich schizophren, Wohnungen trotz Wohnungsknappheit nicht zu bauen.
Aber - die Immobilienwirtschaft wiegte sich im Rausch mit qm-Preisen jenseits der 6.000 Euro oder mit 18 Euro Miete pro qm (siehe Lechhausen-Mitte - wie auch in der AZ berichtet)
Da wurde/wird auf Luxus gesetzt statt das Grundbedürfnis Wohnen in den Fokus zu nehmen.

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