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Zukunft der Maxstraße: Was autofrei bedeuten kann

Zukunft der Maxstraße: Was autofrei bedeuten kann
Kommentar Von Jörg Heinzle
07.05.2020

Die neue Augsburger Rathaus-Koalition will die Maximilianstraße autofrei machen. Es kommt auf die Details an, ob das gelingen kann.

Es ist viel zu früh, ein Urteil darüber zu fällen. Noch gibt es keine konkrete Pläne und Konzepte, was eine „autofreie Maximilianstraße“ bedeuten soll. Es ist lediglich ein Schlagwort, das im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-grünen Rathaus-Koalition steht. Sinnvoll ist es, speziell die engen Gassen der Altstadt und auch Augsburgs Vorzeige-Meile vom Verkehr zu entlasten. Wie auch immer die Zukunft des Autos genau aussehen wird.

In den Innenstädten wird es künftig wohl nicht mehr die Hauptrolle spielen. Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Nahverkehr werden die Vorfahrt bekommen. Es geht dabei nicht alleine um die drohende Klima-Katastrophe. Es geht auch um die generelle Frage, wie viel wertvollen Platz man in Städten für Autos reservieren will – und ob man diesen Platz nicht zumindest teilweise für Grünflächen, Bänke, Spielplätze und andere Annehmlichkeiten nutzen sollte.

Maxstraße: Einfach dicht machen, das ist nicht die Lösung

Die Maximilianstraße einfach dicht zu machen, quasi mit der Brechstange, kann aber auch nicht die Lösung sein. Die Stadträte der Regierungskoalition sind gut beraten, wenn sie, wie angekündigt, vorab Bürger, Anwohner und Geschäftsleute einbinden wollten. Nur so lässt sich eine breite Akzeptanz für eine Maßnahme erreichen, bei der es auch Verlierer geben wird. Es muss auch über Lösungen für den Anlieferverkehr und für Bewohner der Straße gesprochen werden. Vielleicht kommt am Ende eine verkehrsberuhigte Zone dabei heraus, in der die Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind – statt einer klassischen Fußgängerzone. Das muss nicht schlecht sein.

Lesen Sie dazu den Bericht: Die Maxstraße soll autofreie Zone werden: Betroffene fürchten "tote Innenstadt"

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.05.2020

Ich kann nur hoffen, dass die neue Stadtregierung den Mut hat das auch durchzusetzen. Diesen Autokorso vor dem Merkurbrunnen braucht kein Mensch mehr, 30 Jahre sind genug. Die Zukunft für die Innenstadt ist nicht Diesel und Benzin ;-)

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08.05.2020

Eines wird jedenfalls nicht passieren, egal wie autofrei die Maxstraße wird - die Fahrradfahrer werden sie nicht nutzen. Die fahren weiterhin auf dem Fußweg, weil ihnen die Straße zu holprig ist.

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