Die Alt-Augsburg-Gesellschaft äußert sich kritisch zu den Innenstadt-Vorhaben der Stadt, unter anderem zur Maximilianstraße. Wie berichtet soll der Stadtrat am Donnerstag grundsätzlich beschließen, in der Maximilianstraße zwischen St. Ulrich und Moritzplatz perspektivisch Pflanzkübel, Sitzmöbel und Außengastro auf den Parkstreifen zuzulassen. Man sehe aber weder hier noch in der Fuggerstraße ein zusammenhängendes städtebauliches Konzept, so Sebastian Berz, Vorsitzender des Vereins.
Die Alt-Augsburg-Gesellschaft hat ein umfassendes Papier zur Innenstadt erarbeitet, das verkehrliche Maßnahmen (etwa ein Wochenend-Fahrverbot auf der Maxstraße und zeitliche Fahrverbote in Hall- und Frauentorstraße vor Maria Ward) und eine Begrünungsoffensive vorsieht. Wie berichtet hat der Verein in der Vergangenheit schon vorgeschlagen, den Rathausplatz, mittelfristig aber auch Maximilianstraße auf einem an die frühere Mittelbebauung angelehnten Streifen in der Mitte der Straße mit Bäumen zu bepflanzen. Auch an zahlreichen anderen Plätzen in der Stadt sei Grün denkbar, so Berz. In der Fuggerstraße sei, wenn man schon einen Grünstreifen in der Straßenmitte anlegen wolle, eine Bepflanzung mit großen Bäumen angesagt.
Berz kündigte an, „den öffentlichen Druck bei diesem Thema zu erhöhen, wenn sich nicht in den kommenden Monaten durch politische Beschlüsse abzeichnet, dass die Voraussetzungen für umfangreiche förderfähige Projekte zur Begrünung der City geschaffen werden“. In welche Richtung die Überlegungen gehen und ob etwa ein Bürgerbegehren geplant ist, lässt Berz offen.
„Baumallianz“: Baumerhalt statt Musterfläche
Zuletzt meldete sich auch die Baumallianz zum Thema Fuggerstraße. Man begrüße, dass die Stadt nun auf die Fällung der beiden Lindenbaum-Reihen verzichten wolle, heißt es in einer Presseerklärung. Der Verein würde sich allerdings eine bessere Pflege der Linden wünschen, weil die Bäume seit dem Beschluss zur Neugestaltung der Straße (damals noch mit Fällung) offensichtlich vernachlässigt worden seien. Die 325.000 Euro, die die Stadt für das Anlegen einer provisorischen Musterstrecke vorgesehen hat, seien im Baumerhalt besser angelegt.
Auch das Klimacamp äußerte sich zur Hallstraße. Die Idee, die Straße zum verkehrsberuhigten Bereich umzugestalten, sei ein Schritt in die richtige Richtung, gehe aber nicht weit genug, so die Aktivisten. Eine Abordnung demonstriert seit einem halben Jahr wöchentlich in der Hallstraße. Nötig wäre eine Fußgängerzone oder zumindest eine Einbahnregelung..
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