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Augsburg: Antifa und Polizei geraten bei Demo in Augsburger Innenstadt aneinander

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Antifa und Polizei geraten bei Demo in Augsburger Innenstadt aneinander

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    Bei einer Antifa-Demo in der Augsburger Innenstadt ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Polizei gekommen.
    Bei einer Antifa-Demo in der Augsburger Innenstadt ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Polizei gekommen. Foto: Annette Zoepf

    Bei einem Protestzug aus dem politisch linken Spektrum ist es am Sonntagnachmittag in der Augsburger Innenstadt zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Polizei gekommen. Dabei gab es offenbar auch Verletzte. Nach der aufsehenerregenden Razzia im Oberhauser Hans-Beimler-Zentrum, einem Treffpunkt für linke Gruppierungen, hatte das "Offene Antifaschistische Treffen Augsburg" zu einer Protest-Kundgebung auf dem Königsplatz aufgerufen.

    Die Polizei war in der gesamten Innenstadt mit einem massiven Aufgebot präsent, auch mit Spezialkräften. Anders als im Bescheid der Stadt vorgesehen, versammelten sich die rund 100 Personen nicht vor dem Gebäude der Deutschen Bank, sondern am Manzù-Brunnen. Nach mehreren Wortbeiträgen, die unter anderem die Durchsuchung scharf kritisierten, setzte sich ein Protestzug in Gang. Er führte über Bürgermeister-Fischer- und Maxstraße, Steingasse und Grottenau in die Schaezlerstraße.

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    Dort stoppte die Polizei den Umzug spontan – offenbar, weil die Demonstrierenden seitlich mitgetragene Banner verknotet hatten. Der Zug bewegte sich allerdings auf die Kette der Beamten zu, wodurch es zu körperlichen Auseinandersetzungen und Gerangel kam. Dabei wurden dem Anschein nach einzelne Demonstrierende verletzt, sie ließen sich von anderen Teilnehmenden behandeln. Nach wenigen Minuten setzte sich der Zug fort, am Theodor-Heuss-Platz fand er sein offizielles Ende. Auch danach zogen aber einige Personen aus dem Umfeld der Demo durch die Stadt, weiter begleitet von Dutzenden Polizeikräften. Nach Polizeiangaben kam es im Verlauf der Demo zu vier Straftaten: zwei Personen vermummten sich unerlaubt, ein Polizeibeamter wurde beleidigt, hinzu kam ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

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    Augsburg war am Wochenende Schauplatz verschiedener Demos. Die Themen waren breit gemischt, bei einer Kundgebung kommt es zu Auseinandersetzungen.

    Die Antifa-Demo war die aufsehenerregendste Kundgebung dieses Wochenendes in Augsburg, jedoch eine von insgesamt auffällig vielen. Streckenweise kam es dadurch zu massiven Verkehrsbehinderungen. Den Auftakt hatte am Freitag der Klimastreik von Fridays for Future mit rund 1100 Personen gemacht. Um Klimaschutz im weiteren Sinn – genauer: um die Mobilitätswende – ging es auch bei einer Fahrrad-Demo, die am Sonntag um 14 Uhr mit gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Rathausplatz ihren Anfang nahm. Umweltaktivistinnen und -aktivisten hatten zunächst versucht, dafür auch ein Stück der A8 zu nutzen. Dies untersagte die Stadt jedoch. Die Route verlief stadtauswärts Richtung Norden, parallel zur A8 Richtung Derching und anschließend wieder zurück.

    Rund 100 Personen starteten am Sonntagnachmittag auf dem Augsburger Rathausplatz zur Fahrrad-Demo.
    Rund 100 Personen starteten am Sonntagnachmittag auf dem Augsburger Rathausplatz zur Fahrrad-Demo. Foto: Annette Zoepf

    Mobilitätswende, Feminismus, Frieden: Demos beschäftigen Augsburg

    Bereits am Samstagnachmittag fand auf dem Rathausplatz ein feministischer Aktionstag statt. Ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen – allen voran das Feministische Streikkomitee Augsburg – hatte dort offene Workshops zu verschiedenen Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Antirassismus oder Frauen-Situation im Iran organisiert.

    Mehrere Gruppierungen organisierten am Samstag einen feministischen Aktionstag auf dem Augsburger Rathausplatz.
    Mehrere Gruppierungen organisierten am Samstag einen feministischen Aktionstag auf dem Augsburger Rathausplatz. Foto: Annette Zoepf

    Bei weiteren Kundgebungen war die Resonanz gemischt: Während etwa zu einer Friedens-Demo am Freitagabend am Königsplatz kaum mehr als ein Dutzend Personen kamen, schlossen sich den ehemaligen "Corona-Demos" – die Demonstrierenden fordern inzwischen unter anderem eine Aufarbeitung der Pandemie – wenige hundert Menschen an.

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