Das Klimacamp kritisiert die Pläne der Stadt, sämtliche Bäume auf dem Bahnhofsvorplatz im Zuge seiner Neugestaltung zu fällen. Bei den inzwischen sieben Jahre alten Ergebnissen eines Architektenwettbewerbs handle es sich um einen "Planungsdinosaurier". Am Montagabend sollte eine Baum-Kletteraktion vor dem Hauptbahnhof stattfinden. Die Polizei verhinderte die Aktion, laut Klimacamp mit Verweis auf die Gefahrenabwehr zum Schutz von Bäumen und zum Schutz der Aktivisten und Aktivistinnen. Das Fällen von Bäumen sei offenbar erlaubt, das Beklettern aber nicht, kritisierte Charlotte Lauter vom Klimacamp.
Augsburger Klimacamp ist gegen Baumfällungen am Bahnhofsvorplatz
Die Stadt habe den Bahnhofsvorplatz über Jahre vernachlässigt. Statt sich an "Ersatzpflanzungsexperimenten" zu versuchen, von denen man nicht wisse, ob sie gelingen, solle die Stadt den aktuellen Baumbestand pflegen und beibehalten, so Lauter. Zuletzt hatte auch die Baumallianz entsprechende Forderungen aufgestellt. Die Bürgerinitiative zum Schutz von Augsburger Bäumen hängte an die Bahnhofsvorplatzbäume Schilder, um auf die Fällungspläne aufmerksam zu machen. Weil ein Hinweis auf den Urheber fehlte, droht nun ein Bußgeld.
Die Stadt möchte auf dem Bahnhofsvorplatz, in der Viktoria- und Bahnhofstraße mit Verweis auf den teils schlechten Zustand insgesamt 45 teils ältere Bäume fällen und knapp 60 neue Bäume pflanzen. Im Bauausschuss und im Stadtrat wurde das Thema vor der Sommerpause aber auf Wunsch der Grünen kurzfristig von der Tagesordnung genommen. (skro)