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  3. Augsburg: Jugendliche in Augsburg leiden durch Corona öfter an psychischen Problemen

Augsburg
13.12.2021

Jugendliche in Augsburg leiden durch Corona öfter an psychischen Problemen

Blick in die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Josefinum. Die andauernde Corona-Krise treibt immer mehr Kinder und Jugendliche in die Augsburger Klinik.
Foto: Wyszengrad (Archivbild)

Plus Der Stress und die Einschränkungen führen zu vollen Kinder- und Jugendpsychiatrien. Auch am Josefinum in Augsburg sind die Betten belegt. Wie eine Expertin die Lage einschätzt.

Manchmal legen sie in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Josefinum derzeit Matratzen aus. 100 Betten haben sie hier stationär für Kinder und vor allem Jugendliche, die unter psychischen Problemen leiden und Hilfe benötigen, 40 weitere Betten in der Tagesklinik; das ist nicht wenig. Aber gerade reicht es nicht immer. Die Plätze "sind voll", sagt Michele Noterdaeme, Chefärztin der Klinik. Sie sagt aber auch: "Jeder, der Hilfe braucht, bekommt einen Platz." Gerade, so berichtet es die Expertin, benötigen besonders viele Kinder und Jugendliche in Augsburg Hilfe wegen psychischer Erkrankungen. Gerade die Jugendlichen seien betroffen. "Die Situation dauert nun schon fast zwei Jahre“, sagt Noterdaeme.

Die Situation, das ist: eine Pandemie, in der die Politik das öffentliche Leben massiv einschränkt, in der Hoffnung, damit die Infektionszahlen zu drücken. Und damit auch viel in der Alltagsroutine von Familien durcheinanderwirbelt. Homeoffice-Pflicht; Schul- und Kitakinder, die in Quarantäne müssen; Eltern, die möglicherweise in Kurzarbeit sind – "durch die Pandemie und die Einschränkungen sind viele Familien belastet", sagt die Medizinerin. Und damit seien es auch die Kinder. Der Winter sei ohnehin eine Jahreszeit, in der Kinder und Jugendliche vermehrt Hilfe suchten. "Nun kommt auch Corona dazu, mit einer vierten Welle, deren Heftigkeit keiner erwartet hat."

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