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Augsburg: Großes Polizeiaufgebot sichert AfD-Empfang im Augsburger Rathaus

Augsburg

Großes Polizeiaufgebot sichert AfD-Empfang im Augsburger Rathaus

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    Ein großes Polizeiaufgebot war am Samstag in Augsburg im Einsatz. Grund war eine Demonstration, die sich gegen eine AfD-Veranstaltung richtete.
    Ein großes Polizeiaufgebot war am Samstag in Augsburg im Einsatz. Grund war eine Demonstration, die sich gegen eine AfD-Veranstaltung richtete. Foto: Annette Zoepf

    Ein großes Polizeiaufgebot hat am Samstag in der belebten Augsburger Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Grund für den Einsatz, der sich über einige Stunden hinzog, war eine AfD-Veranstaltung im Augsburger Rathaus. Es gab eine Gegendemonstration. Vom Königsplatz zogen etwas mehr als 100 Personen vors Rathaus. Die Polizei machte keine Angaben zur Zahl der eingesetzten Beamten. Unwidersprochen blieb, dass es mehr Polizisten waren als Demonstranten. Es blieb friedlich. Die AfD-Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. 

    Bei der Veranstaltung handelte sich um den zeitlich etwas verzögerten Neujahrsempfang. Ursprünglich war geplant, dass der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla der Hauptredner sein sollte. Chrupalla sagte seine Teilnahme ab. Es blieb nicht der einzige Ausfall. Auch der schwäbische Vorsitzende Christoph Maier musste am Samstag krankheitsbedingt absagen. Knapp 150 Gäste kamen zum Empfang im Oberen Fletz des Rathauses.

    Die Kommunalpolitik blieb beim Empfang eher außen vor

    Die Kommunalpolitik spielte dabei nur am Rande eine Rolle. Ulrich Singer, der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, sprach über aktuelle Themen. Er nahm aber auch Bezug zu den Protesten vor dem Rathaus: "Unsere Partei bewegt Augsburg, das zeigt sich an der Demonstration." Singer bedankte sich ausdrücklich für den Einsatz der Polizei. Inhaltlich sprach sich Singer dafür aus, dass der Stellenwert der Familie wieder viel stärker ins Bewusstsein gerückt werden müsse: "Eine Mutter, ein Vater und möglichst viele Kinder, das nennt man eine Familie."

    Ulrich Singer, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, sprach beim Empfang seiner Partei im Oberen Fletz des Rathauses.
    Ulrich Singer, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, sprach beim Empfang seiner Partei im Oberen Fletz des Rathauses. Foto: Annette Zoepf

    Singer sieht seine Partei auf einem aufstrebenden Weg. Im Osten sei die AfD längst Volkspartei. Man verstehe sich als "patriotische Partei", betonte der Fraktionschef im Landtag. Es sei bedauerlich, dass es immer wieder Attacken auf Infostände, Büros und teils Personen gebe: "Ich würde hier einen Aufschrei in einer Demokratie erwarten."

    Andreas Jurca, Vorsitzender der vierköpfigen Stadtratsfraktion, unterstrich in einem kurzen Redebeitrag, dass die AfD mit vielem nicht einverstanden sei, wie es in Augsburg läuft. Frühzeitig habe man dafür plädiert, dass es zum Beispiel für E-Scooter eigene Abstellplätze geben müsse, damit die Fahrzeuge nicht überall herumliegen. Dies geschehe jetzt. Scharf kritisierte Jurca das Klimacamp, das sich neben dem Rathaus befindet. Er werde Zeit, "dass der Sperrmüllhaufen vor unserem wunderschönen Rathaus endlich verschwindet". Die AfD werde sich weiterhin gegen Umbenennungen aussprechen, für die man kein Verständnis zeige. Jurca nannte als Beispiele die Langemarckstraße und den Zigeunerbach

    Kundgebung gegen AfD-Empfang startete am Königsplatz in Augsburg

    Gegen die AfD-Veranstaltung gab es eine Kundgebung am Königsplatz mit einem anschließenden Demonstrationszug durch die Fußgängerzone in Richtung Rathaus. Am Rathausplatz hatte die Polizei vorsorglich Schutzgitter aufgestellt, sodass die Demonstranten nicht in unmittelbare Nähe zum Eingang des Rathauses kamen. Der Empfang begann um 18 Uhr. Da es zu diesem Zeitpunkt stark regnete, löste sich die Demo dann eher schnell auf. 

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