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Augsburg: In der Hallstraße entstehen 70 Radabstellplätze

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In der Hallstraße entstehen 70 Radabstellplätze

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    In der Hallstraße sollen zwölf Autostellplätze zugunsten von 70 Radabstellplätzen wegfallen. Das soll neue Abstellmöglichkeiten schaffen und die Verkehrssicherheit erhöhen.
    In der Hallstraße sollen zwölf Autostellplätze zugunsten von 70 Radabstellplätzen wegfallen. Das soll neue Abstellmöglichkeiten schaffen und die Verkehrssicherheit erhöhen. Foto: Klaus Rainer Krieger (Archiv)

    In der Hallstraße will die Stadt ab Montag, 29. Juli, vor dem Holbein-Gymnasium rund 70 neue Fahrradständer am Straßenrand installieren. Dafür fallen zwölf Auto-Stellplätze weg. Der Stadtrat hatte die Maßnahme bereits vor einem Jahr beschlossen (wir berichteten), in den Sommerferien wird sie nun umgesetzt. Der Umbau soll dafür sorgen, dass der Querungsbereich zwischen den zwei Schulgebäuden des Holbein-Gymnasiums übersichtlicher wird – täglich sind dort zu den Stundenwechseln Hunderte Schüler unterwegs. Die Diskussion über eine weitere Verkehrsberuhigung der Hallstraße zwischen Maximilianstraße und Konrad-Adenauer-Allee gilt seit Jahren als festgefahren, sodass die Parkplatzumwandlung zumindest als kleiner Schritt zu sehen ist. Laut Stadt werden von der Aktion auch Besucher der Maximilianstraße profitieren.

    Die Stadt hat bereits 220 Autostellplätze zu Radabstellplätzen umgewandelt

    Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit der seit 2021 laufenden Umwandlung von mindestens 550 Autostellplätzen zu Radabstellplätzen oder Parkplätzen für Sharing-Angebote im erweiterten Innenstadtbereich zu sehen, was Teil der Vereinbarung mit dem Fahrradbürgerbegehren war. In einer Zwischenbilanz erklärte die Stadt zuletzt gegenüber unserer Redaktion, bereits um die 220 Stellplätze umgewandelt zu haben. Der mit dem Fahrradbürgerbegehren vertraglich vereinbarte Zeithorizont beläuft sich auf den Juli 2026 - in den kommenden zwei Jahren sind also weitere 280 Stellplätze fällig.

    Bisher mit eingerechnet waren um die 125 Stellplätze, die im Zuge des bislang geplanten Baus der Linie 5 im Bereich Rosenau-/Thelottviertel (vor allem Holzbachstraße) wegfallen sollten. Diese Variante ist aber nun fürs Erste faktisch vom Tisch - der Stadtrat beschloss am Donnerstag, den westlichen Gleisanschluss an den Bahnhofstunnel für die Linie 6 durch die Rosenaustraße zu legen. Ob und in welchem Ausmaß Stellplätze mit der nun favorisierten Rosenau-Variante wegfallen, ist unklar, weil die Stadt noch eigene Ideen für Rad- und Fußverkehr ausarbeiten wird, aber es dürften in jedem Fall weit weniger als 125 sein. Wie die Stadt mit den 125 Linie-5-Stellplätzen gedanklich umgeht, ist unklar - die Linie 5 wird in den kommenden Jahren keinesfalls durch die Holzbachstraße gebaut werden, theoretisch wäre dies irgendwann aber möglich.

    Überblick über Radwege, die in den kommenden Jahren gebaut werden

    Im Bauausschuss des Stadtrats gab das Tiefbauamt zuletzt einen Ausblick darauf, welche Radwege in diesem und im kommenden Jahr gebaut werden sollen. Dazu zählen unter anderem

    -Geh- und Radwegbrücke über die Thomas-Breit-Straße

    -Teilabschnitt der Ulmer Straße zwischen Wertachbrücke und Tobias-Maurer-Straße

    -Hirblinger Straße zwischen Talweg und Bahnunterführung

    -Hermanstraße (endgültige Festlegung)

    -Neuburger Straße (endgültige Festlegung).

    -Rosenaustraße zwischen Schießstätten- und Gögginger Straße

    Laut Stadt wurden in den zurückliegenden Jahren im Stadtgebiet über 1000 Fahrradstellplätze neu geschaffen. Davon entfallen rund 250 Stellplätze auf drei große Fahrradabstellanlagen am Zoo, am Naturfreibad Haunstetten und an der Sportanlage Süd, rund 250 Stellplätze auf die Innenstadt samt Umfeld sowie weitere 60 Plätze auf das restliche Stadtgebiet. 2023 wurde zudem ein überdachter Stellplatz am Bahnhaltepunkt Messe (80 Stellplätze) und am Hauptbahnhof-Westportal (400 Stellplätze) errichtet - eine Übergangslösung für das dort geplante Fahrradparkhaus mit knapp 900 Plätzen, das allerdings auf Jahre nicht kommen wird. Ebenfalls noch keinen Vollzug melden kann die Stadt wegen eines Radwegs in der Holzbachstraße über dem Holzbach. Inzwischen ist man mit der Planung etwas weitergekommen, nachdem man Förderanträge abgeben musste. Ein Bau liegt aber noch in weiter Ferne.

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