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Augsburg-Pfersee: Hammerattacke in Schlösslepark: Polizei ermittelt weitere Verdächtige

Augsburg-Pfersee

Hammerattacke in Schlösslepark: Polizei ermittelt weitere Verdächtige

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    Im Schlösslepark in Augsburg-Pfersee attackierte ein 14-Jähriger mutmaßlich einen 16-Jährigen mit einem Hammer und verletzte ihn dabei schwer am Kopf.
    Im Schlösslepark in Augsburg-Pfersee attackierte ein 14-Jähriger mutmaßlich einen 16-Jährigen mit einem Hammer und verletzte ihn dabei schwer am Kopf. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa), Annette Zoepf (Archiv)

    In Augsburg werden jährlich hunderte Gewalttaten im öffentlichen Raum verübt; Schlägereien, Raubüberfalle, in Einzelfällen gar Messerangriffe. Das mag nach viel klingen. Tatsächlich aber ist es verhältnismäßig wenig, Augsburg gilt als zweitsicherste Großstadt Deutschlands. Eine Attacke in Pfersee im November hebt sich von den meisten dieser Delikte ab. Zum einen wegen der schieren Brutalität: Ein Täter soll einem 16-Jährigen mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen und ihn schwer verletzt haben. Zum anderen aber auch wegen des Alters des Verdächtigen: Der Beschuldigte, der seit zwei Monaten wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft sitzt, war zu der Zeit erst 14 Jahre alt. Nun hat die Polizei weitere Details ermittelt – und weitere Verdächtige.

    Wie berichtet, hatte sich die Gewalttat an einem Donnerstag im Schlösslepark abgespielt. Dabei erlitt der 16-jährige Jugendliche massive Verletzungen. Laut Polizei hatte sich das spätere Opfer gegen 17.45 Uhr mit Bekannten in dem Park aufgehalten, als sich unvermittelt eine Gruppe von vier Personen genähert hatte. Ein zunächst Unbekannter soll mit einem Hammer auf den 16-Jährigen losgegangen sein und ihn am Kopf getroffen haben. Anschließend sollen die vier Gruppenmitglieder geflohen sein, hieß es später von der Polizei. Der 16-Jährige kam schwer verletzt in die Augsburger Uniklinik. Lebensgefahr bestand aber offenbar nicht.

    Hammerattacke in Augsburg: 14-Jähriger nach Angriff im Schlösslepark in Pfersee in U-Haft

    Nach dem Vorfall fahndete die Polizei nach den zunächst unbekannten Verdächtigen. Sie suchte das Umfeld des Parks in Pfersee ab – anfangs ohne Ergebnis. In der Nacht allerdings ermittelten die Beamten dann den damals 14-jährigen Jugendlichen, sie suchten ihn in seiner Wohnung auf, wo sie offenbar auf Beweise stießen. Der Tatverdacht habe sich jedenfalls erhärtet, hieß es von der Polizei. Zunächst wurde der 14-Jährige festgenommen, tags darauf dann einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl ausstellte; ein angesichts des Alters des mutmaßlichen Täters ungewöhnlicher Schritt.

    Wer die weiteren Mitglieder der Gruppe waren, blieb zunächst unklar. Inzwischen allerdings haben die Ermittler von den drei damaligen Begleitern des mutmaßlichen Täters zwei ermittelt. Es handele sich um einen 15- und um einen 17-Jährigen, teilt eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Ihr möglicher Tatbeitrag war aber offenbar gering, sofern er überhaupt bestand. „Nach aktuellem Stand der Ermittlungen waren die Begleiter vor Ort, wurden offenbar aber nicht handgreiflich gegenüber dem Geschädigten“, sagt die Sprecherin. Die strafrechtliche Würdigung ihres möglichen Tatbeitrags obliege der Staatsanwaltschaft Augsburg. Nach früheren Angaben der Polizei waren die Begleiter des Täters vermummt, unter anderem mit Skimasken – was, sollte es zutreffen, darauf hindeuten könnte, dass die Attacke nicht aus heiterem Himmel erfolgte. Zur Vorgeschichte oder möglichen Hintergründen ist aber vieles noch unklar.

    Der Hauptverdächtige, inzwischen 15 Jahre alt, sitzt indes weiter in U-Haft und wartet dort auf die Anklage der Staatsanwaltschaft Augsburg. Sein Opfer, so heißt es von der Polizei, werde wohl keinen bleibenden Schaden davontragen.

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