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  3. Augsburg: "Schockmoment": Wie die Brandserie in Geschäften Augsburg in Atem hielt

Augsburg
19.04.2024

"Schockmoment": Wie die Brandserie in Geschäften Augsburg in Atem hielt

In mehreren Geschäften in der Innenstadt – unter anderem bei Karstadt und C&A – hat es am Freitag innerhalb kurzer Zeit gebrannt.
Foto: Silvio Wyszengrad, Bruder Media

Innerhalb kurzer Zeit brechen in mehreren Geschäften in der Augsburger Innenstadt Feuer aus. Es gibt einen Großeinsatz. Die Polizei nimmt wenig später eine Frau fest.

Ein großes Aufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst braust am Freitagmittag durch die Augsburger Innenstadt. Vielerorts ist das Martinshorn zu hören, Polizeiautos fahren mit Blaulicht schnell durch die Straßen. Die Einsatzkräfte sind in die Bürgermeister-Fischer- und die Bahnhofstraße gerufen worden. Dort brennt es in fünf unterschiedlichen Bekleidungsgeschäften. Die Feuer brechen binnen einer Dreiviertelstunde jeweils kurz nacheinander aus. Die unheimliche Feuerserie nimmt im Karstadt ihren Anfang.

Die automatische Ansage, die aus dem Kaufhaus in der Bürgermeister-Fischer-Straße dröhnt, hallt bis in die benachbarten Straßen. "Achtung, Achtung, wir schließen wegen einer Betriebsstörung in wenigen Minuten. Verlassen Sie auf dem kürzesten Wege unser Haus." Als die Frauenstimme von Band die Warnung in Dauerschleife wiederholt, haben sich bereits etliche Polizeibeamte vor den beiden Eingängen postiert. Weder über die Bürgermeister-Fischer-Straße noch am Martin-Luther-Platz kommen Menschen hinein.

Eine Serie von Brandstiftungen in Geschäften hat Polizei und Feuerwehr in der Augsburger Innenstadt in Atem gehalten. Sie mussten kurz hintereinander an fünf Orte ausrücken.
11 Bilder
Brandstiftung in Augsburger Geschäften: Bilder der Einsatzorte
Foto: Silvio Wyszengrad, Bruder Media, Max Kramer, Ina Marks

Brände in Augsburger Geschäften: Am Anfang ein Durcheinander

Es ist kurz nach 13 Uhr, und das Kaufhaus ist längst geräumt. Kunden haben nach dem Feueralarm das Gebäude verlassen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich am Martin-Luther-Platz bei niedrigen Temperaturen und Regen erst versammelt haben, suchen nun gemeinsam über einen Seiteneingang einen Schulungsraum auf. "Normalerweise bleiben wir bei Alarmsituationen auf dem Platz, aber das hier ist ein Sonderfall", meint ein Karstadt-Mitarbeiter im Vorbeigehen. Als einen "Sonderfall" lassen sich die Vorkommnisse am Freitag in der Innenstadt tatsächlich bezeichnen. Anfangs herrscht ein Durcheinander, die Situation ist unübersichtlich. 

Auch weil bei der Leitstelle mindestens ein Anruf eingeht, der eine falsche Örtlichkeit benennt. Offenbar wurden Namen von Geschäften verwechselt. So rücken die Einsatzkräfte ebenfalls zur City-Galerie aus, wo aber alles normal ist. Auf der Einsatzfahrt dorthin passiert auch noch ein Unfall. Der Rettungswagen der Berufsfeuerwehr stößt in der Jakobervorstadt mit einem Auto zusammen. Die Pkw-Fahrerin kommt mit Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei spricht von einer dynamischen Lage, die sich permanent verändert, weil immer wieder ein neuer Notruf eingeht.

Bei den Einsatzfahrten am Freitag, ausgelöst durch die Brandstiftungen, passierte auch noch ein Unfall. Ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr war darin verwickelt.
Foto: Bruder Media

Zunächst werden gegen 12.43 Uhr im Karstadt mehrere kleinere Brände auf unterschiedlichen Stockwerken gemeldet. Mitarbeitende löschen die Flammen mit Feuerlöschern. An einer Brandstelle aber muss die Berufsfeuerwehr eingreifen. Laut Polizei wird niemand verletzt. Doch die Lage war heikel, sagt später Feuerwehrsprecher Manuel Kumpfmüller. "Das Feuer hätte sich in so einem großen Kaufhaus schnell ausbreiten und in kürzester Zeit zu einer Gefahr werden können. Dass mehrere Stockwerke betroffen waren, verschärfte es natürlich."

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Die nächsten Alarmierungen gehen wenige Minuten später nach und nach aus der Bahnhofstraße ein. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Polizei rücken zu drei Bekleidungsgeschäften und einem Schuhgeschäft aus. Auch dort brennt es, auch dort können die Feuer nach Angaben der Polizei meist vom Personal schnell gelöscht werden, ohne großen Schaden anzurichten. In diesen Fällen soll es sich jeweils um einen Brandherd gehandelt haben.

Brandserie löst zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr aus

Betroffen ist neben C&A unter anderem auch die Kik-Filiale. Der dortige Bezirksleiter Mathias Zankl sagt, das Feuer sei an einem Ständer mit Jacken ausgebrochen. Personal habe den Brand schnell bemerkt, es habe die Flammen am Boden ausgetreten. "Solche Jacken können brennen wie Zunder – wenn wir das zu spät gesehen hätten, hätte auch ein Feuerlöscher nicht mehr viel geholfen." Zum Zeitpunkt des Brands sei der Laden voll gewesen, man habe nichts Verdächtiges bemerkt. Der Vorfall sei "natürlich ein Schreckmoment" gewesen, dies sei dort noch nie passiert. "Da war offenbar jemand unterwegs, um die halbe Stadt anzuzünden." Das Wichtigste sei aber, dass niemand verletzt worden sei. Erst um etwa 15.30 Uhr kann sein Geschäft wieder öffnen. Auch im C&A laufen schnell Ermittlungen an, Beamte mit Handschuhen untersuchen im Verkaufsraum das gesamte Sortiment nach Spuren.

Wie später noch bekannt wird, war bereits gegen 12.30 Uhr ein kleinerer Brand in einem Hotel in der Karlstraße gemeldet worden. Hier löschte die Feuerwehr. Ob ein Zusammenhang mit den Zündeleien in den Bekleidungsgeschäften bestehen könnte, prüfen die Ermittler.

Augsburger Polizei nimmt Tatverdächtige in der Bahnhofstraße fest

Für die Polizei ist die Lage herausfordernd. Sie ist mit vielen Einsatzkräften an den Tatorten präsent, gleichzeitig läuft eine Fahndung, weil schnell klar ist, dass eine Brandstiftung im Raum steht. "Von der zeitlichen Abfolge her ist es durchaus möglich, dass nur eine Person dahintersteckt", sagt Polizeisprecher Trieb. Tatsächlich wird gegen 13.30 Uhr eine tatverdächtige Frau in einem Kaufhaus in der Bahnhofstraße festgenommen. Es handelt sich um eine 43-Jährige. Mehr ist über sie bislang nicht bekannt. Aktuell werde ermittelt, ob die Frau oder auch noch weitere Personen als Täter infrage kommen. Die Hintergründe für die Brandstiftung sind bislang unklar. 

Während der Einsätze an verschiedenen Örtlichkeiten in der Innenstadt, an denen unter anderem auch die Freiwilligen Feuerwehren Göggingen und Haunstetten beteiligt sind, bleibt Anne Müller (Name geändert) beharrlich vor dem Karstadt-Eingang stehen. Sie möchte gerne zu ihren Einkäufen bei Aldi, der sich im Kellergeschoss befindet, zurückkehren. "Ich hatte meinen Einkaufswagen schon voll fürs Wochenende, als der Alarm losging. Zum Glück hatte ich noch nicht gezahlt", erzählt die 62-Jährige. Wie sie und eine weitere Kundin berichten, hätten alle Menschen das Kaufhaus zügig verlassen – ohne Aufregung, ohne Panik. "Aber im Erdgeschoss habe ich deutlich den Rauch gerochen." 

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20.04.2024

Die Camera Aufzeichnungen an den Eingängen helfen den Täter schnell zu ermitteln.