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Augsburg: Kaminkehrer in der Region: Die Glücksbringer haben genug Nachwuchs

Augsburg

Kaminkehrer in der Region: Die Glücksbringer haben genug Nachwuchs

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    Schornsteinfeger gelten als Glücksbringer - und Nachwuchs gibt es in unserer Region genug.
    Schornsteinfeger gelten als Glücksbringer - und Nachwuchs gibt es in unserer Region genug. Foto: Marcus Merk

    Die einen nennen sie Kaminkehrer, andere Schornsteinfeger, wieder andere Rauchfangkehrer. Egal unter welchem Namen man sie kennt - sie gelten als Glücksbringer, gerade auch in der Zeit um Neujahr. Das ist kein Wunder: Denn sie sorgen dafür, dass Heizungen gut funktionieren und nicht gefährlich werden. Der gute Ruf der Kaminkehrer trägt sicher auch dazu bei, dass es nach Angaben der Augsburger Handwerkskammer kein Nachwuchsproblem gibt.

    Erwin Kastenmayer, 63, Innungsobermeister der Schornsteinfeger, sagt, es handle sich um einen interessanten Ausbildungsberuf, der in Schwaben im Schnitt 18 Lehrlinge pro Jahr bekomme. Das, so Kastenmayer, sei auch genau die Menge, "die wir brauchen". In Schwaben gibt es über 185 Kehrbezirke und dementsprechend über 185 Kaminkehrermeister. Die Bewerber um einen der begehrten Ausbildungsplätze müssen sich laut Ausbildungswart Christian Hehn schon vor Beginn ihrer Lehre qualifizieren und eine Eignungsprüfung ablegen. Bei einer Schnupperlehre könnten sie sich selbst beispielsweise schon einmal auf Schwindelfreiheit hin überprüfen.

    Er ist der Ausbildungswart der Kaminkeher in der Handwerkskammer Schwaben: Christian Hehn.
    Er ist der Ausbildungswart der Kaminkeher in der Handwerkskammer Schwaben: Christian Hehn. Foto: Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren

    Deutschkenntnisse seien bei den Azubis ebenso gefragt wie Mathematik, Physik oder Chemie. Hehns Erfahrung nach ist eine Motivation für die Berufswahl mit dreijähriger Ausbildungsdauer, dass die Arbeiten zu einem großen Teil "an der frischen Luft" stattfinden. Und der Beruf bietet durchaus Überraschungen: Hehn selbst fand vor Jahren auf einem Hof im Allgäu verschwundenes Geld wieder. Ein Bauer hatte eine Kuh für damals 1150 Mark verkauft- und das Geschäft auf dem Nachhauseweg in einer Wirtschaft begossen. Am nächsten Tag fehlte ihm nicht nur die Erinnerung, sondern auch der stattliche Betrag. Erst als Hehn Tage später den mit Holz zu befeuernden, aber selten genutzten Küchenherd inspizierte, wurde das Rätsel um den Verbleib des Geldes gelüftet.

    Zur Vielseitigkeit des Metiers gehört heute mehr als das Reinigen von Schornsteinen und Feuerstätten. Im Kernbereich decke das Handwerk inzwischen auch das Überprüfen und Messen von Heizungs- und Lüftungsanlagen ab, sagt Kastenmayer. Auch der Umweltschutz spiele eine immer größere Rolle. Und der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsstätten - privater und betrieblicher Natur - trage außerdem zur Vielfältigkeit bei. Die neuesten Aufgaben seien Energieberatung, das Reinigen von Lüftungsanlagen und das Prüfen von Rauchwarnmeldern.

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