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  3. Augsburg: Streit um eine Augsburger CSU-Sitzung hat ein Nachspiel vor Gericht

Augsburg
07.10.2021

Streit um eine Augsburger CSU-Sitzung hat ein Nachspiel vor Gericht

Im Haus St. Ulrich in Augsburg krachte es im Februar bei einer CSU-Versammlung.
Foto: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Plus Im Februar wurde eine Versammlung der Augsburger Innenstadt-CSU abgebrochen, weil mehr Teilnehmer kamen als coronabedingt erlaubt waren. Hinter dem Streit steckt noch mehr.

Die im Februar in einem Eklat abgebrochene Versammlung der Innenstadt-CSU hat nun ein Nachspiel vor Gericht. Damals wurde nach heftigen Auseinandersetzungen vor Ort die Sitzung des in zwei Lager geteilten Ortsverbandes beendet, noch bevor sie begonnen hatte. Grund: Es waren deutlich mehr Teilnehmer da, als coronabedingt im Haus St. Ulrich tagen durften. Angesichts einer anstehenden Kampfabstimmung um den Vorsitz hatten beide Lager ihre Mitglieder mobilisiert. Das jetzige Gerichtsverfahren vor dem Arbeitsgericht beschäftigt sich mit einem Nebenaspekt des Eklats. Es geht um die Frage, ob von einem CSU-Mitglied Parteiinteressen und städtische Tätigkeiten vermischt wurden.

Vor der CSU-Sitzung: In welcher Eigenschaft telefonierte Fäustlin?

In einem Telefonat mit dem Haus St. Ulrich, einer vom Bistum betriebenen Tagungsstätte, warnte der damalige CSU-Ortsverbands-Vize Michael Fäustlin im Vorfeld nämlich davor, die Versammlung angesichts der zu erwartenden Teilnehmerzahlen durchzuführen. Ein Hinweisgeber behauptete kurz darauf gegenüber der Stadt Augsburg, Fäustlin sei im Telefonat als Mitarbeiter der städtischen Bauverwaltung aufgetreten. Fäustlin, der als Architekt schon lange im Bauordnungsamt arbeitet, bestreitet das aber. Das Gespräch sei in seiner Eigenschaft als CSU-Funktionär geführt worden. Vor Gericht will er nun von der Stadt wissen, wer der Hinweisgeber oder die Hinweisgeberin war. Die Stadt sagt, es habe sich um einen anonymen Hinweis, womöglich aus dem Haus St. Ulrich, gehandelt. Mehr wisse man aber nicht.

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