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  3. Augsburger Geschichte: Der Lech erforderte einst den Bau der Augsburger Autobahnbrücke

Augsburger Geschichte
21.11.2023

Der Lech erforderte einst den Bau der Augsburger Autobahnbrücke

Aus dieser Perspektive ist kaum erkennbar, dass zwei dreispurige Brücken den Lech überqueren.
Foto: Sammlung Häußler

Plus Vor 85 Jahren war die ersten Augsburger Autobahnbrücke befahrbar. Der Bau der jetzigen sechsspurigen Konstruktion begann 2004. Die Schrauben mussten gesichert werden.

Ende der 1920er-Jahre wurde für Deutschland ein Autobahnnetz geplant. Später reklamierte nationalsozialistische Propaganda die Idee als „Werk des Führers“. In Wirklichkeit nahm die NSDAP ab 1933 Projekte aus der Weimarer Zeit großteils als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf. So war es auch beim Autobahnbau. Zeitungen und Postkartenserien verbreiteten Bilder von den Spatenstichen, Bauarbeiten und Einweihungen aus dem gesamten Deutschen Reich. 

Im Bereich Augsburg begannen die Erdarbeiten für die Autobahn 1936. Dazu waren Tausende Kubikmeter Kies ohne lange Transportwege nötig. Der Autobahnsee entstand als riesige Kiesgrube für den Autobahnbau. Die große Herausforderung für die Autobahnbauer war bei Augsburg die Überquerung des Lechs: Eine Brücke musste gebaut werden. Am 9. Dezember 1938 wurde sie mit dem Autobahnabschnitt Limbach–Augsburg–München dem Verkehr übergeben. Mit Transparenten „Augsburg grüßt das Werk des Führers“ huldigte die Parteipropaganda dem „Bauherrn“. 

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