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Augsburger Geschichte
06.09.2023

Historische Bildpostkarten aus Augsburg faszinierten Millionen

Von der Jakober Kirchweih 1908 versandte Grußkarte.
Foto: Sammlung Häußler

Plus Bunt war bei unseren Vorfahren beliebt. Viele Postkarten aus Augsburg sind schöne Erinnerungen und historische Bilddokumente, für Forscher und Architektinnen.

„Die Ansichtskarte war der Wegbereiter unseres visuellen Zeitalters. Sie versorgte eine bilderhungrige Gesellschaft mit massenhaft verbreiteten Bildern.“ So erklären Medienforscher die Begeisterung unser Vorfahren für Bildpostkarten. Die Menschen kauften, versandten und sammelten sie. Alben wurden in vielen Familien jahrzehntelang verwahrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die emotionale Bindung in den meisten Familien verloren. Es war Modernes und Neues gefragt. Von Oma oder Opa hinterlassener „alter Kruscht“ wurde entsorgt. Der Wegwerf-Epoche folgte eine Nostalgiewelle. 

Die Postkarte vom Gasthof Kohlergarten verfügte 1902 noch über ein Schreibfeld auf der Bildseite.
Foto: Sammlung Häußler

Interesse für Vergangenes, Nostalgisches und Verspieltes erwachte. Das führte nicht nur zur Wertschätzung alter Möbel, der Gefühlswandel rettete auch ererbte Ansichtskarten vor der Vernichtung. Viele entdeckten ihren Verkaufswert. Auf Flohmärkten in den 1970er Jahren wurden Postkarten aus Privatbesitz in Massen preiswert angeboten. Dann übernahmen Händler die Marktnische und veranstalteten Postkartenbörsen. Die Preise stiegen enorm. Der Internethandel hat solche Veranstaltungen längst abgelöst.

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