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Augsburg
09.05.2022

Bankräuber noch immer auf der Flucht: Polizei wertet Videoaufnahmen aus

Im Augsburger Stadtteil Bärenkeller gab es einen Überfall auf eine Bank.
Foto: Jan Kandzora

Nach dem Überfall auf eine Sparkassen-Filiale im Augsburger Stadtteil Bärenkeller fahndet die Polizei weiterhin nach dem Räuber. Warum solche Taten seltener werden.

Der Bankräuber, der am Donnerstag eine Filiale der Sparkasse im Augsburger Stadtteil Bärenkeller überfallen hat, ist weiter flüchtig. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem unbekannten Täter, der mit seiner Beute auf einem Fahrrad weggefahren war.

Stark frequentiert war die Filiale, die bereits vor sieben Jahren schon mal überfallen wurde, am Donnerstagvormittag offenbar nicht. Laut Polizei hatten sich gegen 9.20 Uhr, als der Mann mit einem vorgehaltenen Messer Geld verlangte, Angestellte und ein bis zwei Kunden in der Bank aufgehalten. "Nachdem ihm dieses durch die Angestellten der Bank ausgehändigt wurde, floh der Mann auf dem Fahrrad in östlicher Richtung auf der Hirblinger Straße stadteinwärts", so die Polizei in einer Mitteilung. Bei der Tat wurde niemand verletzt.

Gegen 9.45 Uhr parkten mehrere Polizeiautos vor der Bank in der Wertinger Straße, drinnen befragten hinter einer provisorischen Absperrung Beamte Mitarbeiter der Sparkasse zum Tatablauf. Die Polizei fahndete am Donnerstag mit größerem Aufgebot nach dem Täter, auch ein Hubschrauber war im Einsatz und flog den Bereich Bärenkeller/Oberhausen ab. Zwar fanden die Beamten nach Angaben der Polizei die zurückgelassene Oberbekleidung und die Tatwaffe, der Mann selbst war zunächst allerdings nicht greifbar. Ob die Polizei in den kommenden Tagen mit einem Fahndungsbild des Mannes an die Öffentlichkeit gehen wird, wird sich zeigen. Die Stadtsparkasse selbst wollte sich zunächst nicht zum Überfall äußern. Sie teilt aber mit, dass die betroffenen Mitarbeiter selbstverständlich fachkundig betreut werden.

Derzeit würden die Aufnahmen aus der Videoüberwachung in der Bankfiliale ausgewertet, sagt Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Wie hoch die Beute des Täters ist, der bei dem Überfall eine graue Mütze und eine weiße FFP2-Maske trug, gibt die Polizei nicht preis. Dabei handele es sich um Täterwissen, erklärt der Polizeisprecher. Von einer Summe im niedrigen vierstelligen Bereich ist die Rede. Das große Geld kann bei derartigen Verbrechen wohl nicht mehr gemacht werden.

Banküberfall in Augsburg: Kripo bittet um Hinweise

Schließlich halten Banken in der heutigen Zeit nicht mehr so viel Geld vor, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Fälle von Bankraub hätten in den letzten Jahren nicht nur deshalb abgenommen, sagt Hartmann. Auch die moderne Sicherheitstechnik in den Geldinstituten spiele eine wichtige Rolle, zudem seien die Räumlichkeiten videoüberwacht. "Wer heutzutage noch eine Bank überfällt, ist wohl eher auf schnelles Geld aus - ungeachtet der Höhe der Beute." Eine schwere Straftat, betont der Polizeisprecher, für die man mehrere Jahre ins Gefängnis wandern könne.

Die Kripo Augsburg, die in dem Fall ermittelt, bittet Personen, die Angaben zum Täter machen können, weiterhin um Hinweise unter 0821/323-3810. Der Unbekannte ist laut Zeugen 40 bis 50 Jahre alt, zwischen 1,65 und 1,70 Meter groß, schlank und wird als "südländisch" aussehend beschrieben. Er soll "schlampiges Süddeutsch" gesprochen haben. Bekleidet war er demnach mit einem grauen Kapuzenpulli, einer blauen Jeans, grauen Handschuhen und schwarzen Turnschuhen mit weißer Sohle.

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