Damals, als die Maß Bier auf dem Augsburger Plärrer noch 5,60 Euro gekostet hat... Hach. Was den Volksfestbesucherinnen und -besuchern vor 20 Jahren wahrscheinlich wie ein Wucherpreis vorgekommen ist, bringt manche heute zum nostalgischen Schwärmen.
Eine Maß Bier kostet auf dem Plärrer in Augsburg jetzt mindestens 12 Euro
Denn mit solchen Preisen ist es auf Bayerns Volksfesten natürlich längst vorbei. Und in Zeiten von immer weiter nach oben kletternden Spritpreisen, schmerzt viele Menschen jeder zusätzliche Euro. Heute kostet der Liter Bier in den beiden Plärrer-Zelten zwölf Euro, beziehungsweise 12,90 Euro. Immerhin: Die Preise sind seit dem vergangenen Jahr stabil geblieben. Wie sieht es sonst auf dem Osterplärrer aus? Was kann man sich dort noch leisten?
Unsere Reporterin ist am Familientag losgezogen, da sind viele Eintrittspreise und Fahrkarten ermäßigt, auch bei Essen und Trinken gibt es günstigere Angebote. Hier gleich der Tipp: Der nächste Familientag am Osterplärrer findet am 15. April 2026 statt. Im Video kann man sehen, was es für 50 Euro alles zu erleben gibt.
Bekannte Fahrgeschäfte wie die Leopardenspur oder Break Dance, typisches Plärrer-Essen wie Schokofrüchte und Tornado-Kartoffel – und natürlich die Maß im Bierzelt. Den Familientag-Angeboten sei Dank ist sogar noch etwas übriggeblieben, das passiert Familien mit mehreren Kindern bei einem Besuch des Osterplärrers aber ganz bestimmt nicht.
Liebesdramen, Bier und Plärrer-Kinder: Was Sie über Schwabens Volksfest wissen müssen
Wer übrigens meint, dass Volksfeste generell zu teuer sind, der oder die sollte sich unbedingt mit der komplexen Infrastruktur dahinter beschäftigen, die ist nicht nur beim größten Volksfest der Welt, dem Oktoberfest, irre aufwändig und kostspielig. Auch auf kleineren Festen wie dem Plärrer wird viel Aufwand betrieben, um die Besucherinnen und Besucher glücklich zu machen.
Haben Sie schon mal überlegt, was es alles braucht, damit die Gastronomie für Tausende Besucher in einem Festzelt rundläuft? Das Bier lagert in 5000-Liter-Containern vor dem Zelt, es braucht verschiedene Standorte – und natürlich viele helfende Hände. Hinzukommt, dass so ein Schausteller-Leben zwar aufregend klingt, aber doch ganz schön anstrengend sein kann.
Wie es „Plärrer-Kindern“ geht, die auf dem Rummelplatz aufwachsen, können Sie hier nachlesen. Und manche Dramen – im wahrsten und manchmal im lustigsten Sinne – erleben die Menschen, die auf dem Plärrer arbeiten, auch mit. Aber davon kann Harry Winderl besser erzählen. Der Gastronom betreibt seit 20 Jahren die Schaller-Alm auf dem Augsburger Plärrer und hat vermutlich alles gesehen: Liebesdramen, Influencer, Wunden. Aber erstmal ein Prosit der Gemütlichkeit!
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