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  3. Kommentar: Dominikanerkirche: Die Stadt steht vor einem Dilemma

Dominikanerkirche: Die Stadt steht vor einem Dilemma

Kommentar Von Nicole Prestle
29.02.2024

Plus Seit zwölf Jahren ist die Dominikanerkirche geschlossen, der Verfall scheint weiterzugehen. Bei der Sanierung scheint man der Kommune auf die Sprünge helfen zu müssen. Ein Kommentar.

Was seit zwölf Jahren mit der Augsburger Dominikanerkirche geschieht - oder eher: nicht geschieht - ist ein Trauerspiel. Wegen statischer Mängel wurde sie 2012 geschlossen und notdürftig abgesichert. Seitdem hat die Stadt als Eigentümerin der Immobilie zwar viele Sanierungsmaßnahmen angekündigt, aber nur wenige umgesetzt. Das für die Kirche eingeplante Geld wurde stattdessen mehrfach auf andere, noch drängendere Problembauten umgeschichtet. 

Marode Gebäude in Augsburg: Versäumnisse über Jahrzehnte hinweg

Die aktuelle Stadtregierung trifft nicht allein die Schuld am Immobilien-Dilemma. Dass man sich stetig um den Unterhalt von Gebäuden kümmern muss, um nicht irgendwann vor einer Riesenbaustelle zu stehen, haben Oberbürgermeister und Stadträte über Jahrzehnte hinweg ignoriert und die Probleme für ihre Nachfolger damit verschärft. Doch Schwarz-Grün erweckt nicht den Anschein, diesen Teufelskreis durchbrechen zu wollen. Wahrscheinlich kann die Koalition es auch gar nicht; es gibt schlicht zu viele Baustellen. 

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