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Endlich wird in Augsburg über das Klimacamp auch politisch diskutiert

Kommentar Von Michael Hörmann
22.04.2022

Plus Seit fast zwei Jahren sitzen Klimaschützer in einem Zeltlager in der Innenstadt. Warum es richtig ist, dass Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) jetzt eine politische Bewertung vornimmt.

An den Anblick des Klimacamps in der Augsburger Innenstadt hat man sich gewöhnt. Seit 1. Juli 2020 demonstrieren die überwiegend jungen Menschen für eine andere Klimapolitik. Sie haben zunächst am Rathausplatz und nun am Moritzplatz ein Zeltlager aufgeschlagen, das dauerhaft besetzt ist. Es gibt Befürworter – aber auch nicht wenige Menschen, die sich vor allem am Erscheinungsbild des Camps stören.

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.04.2022

Kaum zu glauben, dass Frau Weber und die CSU einer Art Kampagne der AZ aufsitzen, das Klimacamp politisch anzugehen. Getrieben von der (nicht ungeschickten) Spaltungsrhetorik "Camp vs. Bevölkerung" des Herrn Hörmann, der aber nur eine laute kleinbürgerliche Minderheit vertritt, müssen die CSU-Vertreter die immer gleiche Leier von Abwehrphrasen "lasst Euch erst mal wählen" (Weber) und noch schlimmer "es ist schon viel gemacht worden" (Ullrich) abspulen, da die Sachargumente und die Wissenschaft auf der Seite des Klimaschutzes ist. Das Argument von Frau Weber "Kompromiss mit jenen, die mit Klimaschutz wenig anfangen können und ihre Lebensentwürfe in Frage gestellt sehen" ist der Gipfelpunkt der "politischen Attacke": die Klimakrise und die Wissenschaft kennt keinen Kompromiss, sie stellt unsere Lebensentwürfe in Frage, darauf weist das Camp hin und genau das wäre auch die Führungsaufgabe von Frau Weber. Und die AZ und Herr Hörmann feiern sich auch noch dafür, jetzt endlich Frau Weber in diese Ecke getrieben zu haben. Frau Weber, verlassen Sie die provinzielle Falle der Lokalredaktion, und werden Sie wieder verantwortlich agierende Politikerin. Sie können es!

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24.04.2022

Und warum können die Klimacampler nicht ein wenig Allgemeinverträglichkeit? Wenn ihnen ihr Anliegen so wichtig ist (verständlich) und unter den Nägeln brennt, (wissenschaftlich basiert), warum sind sie nicht bereit ihr Camp etwas zivilisierter zu gestalten und über einen anderen Standort zu verhandeln? Kompromisslosigkeit in der Sache gut und richtig, aber ohne die Nötigungsattitüde. Es müsste doch in ihrem Interesse sein, so viel Augsburger wie möglich für die Sache zu gewinnen. Erkenntlich gelingt ihnen das aber nicht. Könnte da nicht auch ein Umdenkprozess in Gang kommen, den man von anderen ja schließlich auch erwartet?

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24.04.2022

Also @Maja S., ich wüsste gar nicht, wie ein Klimacamp anders aussehen sollte, ehrlich gesagt. Und wenn man die Politik zum Handeln bringen möchte, dann nur dadurch dass man sich in ihrem Vorgarten platziert. Es geht ja leider um keine verhandelbare Sache, sondern um ein sich-stellen von uns allen. Frau Weber könnte m.E. lockerer sein und das Camp und seine gerechte Sache einfach akzeptieren, statt sich von der Lokalpresse und den "Verhau-Beschimpfern" vor sich hertreiben zu lassen, oder?

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24.04.2022

.
Inzwischen denke ich mir:

Wenn „man“ meint, unbedingt endlos campieren zu müssen und
die Stadt keinen rechtlichen Grund liefern kann, um dagegen vor-
zugehen, so möge „man“ bis zum alt und grau werden am Moritz-
Platz (keine Zugeständnisse zu einem „Wunschlagerplatz“! )
lagern ………
Wer mag, kann dorthin gehen - alle anderen Passanten bemerken
in absehbarer Zeit das Gerümpel doch gar nicht mehr
.

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24.04.2022

Es wäre doch ganz einfach auch für die CSU, sich mehr für Klimaschutz einzusetzen um wengistens halbwegs die Klimaziele zu erreichen. Damit wäre der Wind aus den Segeln genommen und das Klimacamp wäre unnötig. So aber ist es wichtiger denn je.

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25.04.2022

@ Gregor B.

>> ... Spaltungsrhetorik "Camp vs. Bevölkerung" des Herrn Hörmann, der aber nur eine laute kleinbürgerliche Minderheit vertritt... <<

Leistungsträger würden diese "kleinbürgerliche Minderheit" einfach mit einem Bürgerentscheid herausfordern.

Mit beleidigender Ansprache "kleinbürgerlich" und dem üblichen Benachteiligungs Sermon einer gefühlten Mehrheit erreicht man nichts. Ist es so schwierig das nach erfolglosen 660 Tagen zu verstehen?


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25.04.2022

@Peter P.

"Leistungsträger würden diese "kleinbürgerliche Minderheit" einfach mit einem Bürgerentscheid herausfordern."

Leistungsträger wissen was für die Zukunft wichtig ist und schneiden sich nicht den Ast ab auf dem sie sitzen. "Kleinbürgerliche Minderheiten" von Vorgestern schauen beim Klimaschutz lieber weg.

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