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Theater

24.06.2018

Das Eukitea erzählt von einem Drachen, der die Welt rettet

Magisch dieser Theaterabend des Eukitea mit dem Drachen Barzun auf der Waldbühne in Diedorf-Anhausen.
Bild: Marcus Merk

Auf der Waldbühne in Anhausen geht es um einen Drachen, die Freundschaft und die Natur. Das Eukitea-Theater schafft einen magischen Open-Air-Abend.

Verzweifelt stapft Barzun (Giorgio Buraggi) auf die Bühne. Vergesslich ist der Drache geworden seit seinem ersten Auftritt im Theaterwald des Eukitea vor fünf Jahren. Mit ausgreifenden Schritten stapft er seinem Schwanz hinterher und grübelt. Ein Wesen in flatternden weißen Gewändern (Josephine Volk), das gleichzeitig Spielmacherin und Erzählerin ist, setzt einen Bärenkäfer auf Barzuns Fell an. Kratztöne dringen aus den Lautsprechern. Der Drache flucht. Ein Spiegel muss her. Barzun gerät in Hektik. Das war es! Den Spiegel der Macht und Wahrheit hatte er vergessen. Vor hundert Jahren bekam er ihn mit dem Auftrag geschenkt, einen ehrlichen Menschen zu finden, der die Welt vor dem Untergang retten sollte.

Fast ist es zu spät. Natürlich erklärt sich Salmo (Olaf Dröge) bereit, die Reise zum Ursprung des Spiegels anzutreten. Prüfungen gibt es in Wasser, Himmel und Erde zu bestehen. Der Spiegel treibt den Hirten und Barzun vor sich her. Blaue Stoffbahnen verwandeln die Welt in Wasser. Die Wasserleute berichten Salmo: Das Wasser werde weniger. Helfen müsse aber eine andere Macht des Spiegels.

Den Spiegel zu seinem Ursprung bringen

Mit sparsamen, edlen Requisiten wechselt das Setting zu Himmel und Erde. Ein Tosen und Heulen begleitet den Wind: Er hat Husten. Der Erdling, eine meisterhaft gearbeitete Großpuppe mit großen Ohren und nur zwei Zähnen, ist schläfrig. Die Erde verliere ihre Energie, erklärt er Salmo, er müsse den Spiegel zu seinem Ursprung bringen.

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Die Bühne für „Der Spiegel des Drachen“ ist einfach, aber effektvoll. Zwei Holzrahmen stützen die Handlung, der eine fasst aus der Zuschauerperspektive die Aussicht auf das ferne Diedorf ein. Einen Teppich aus Klängen legt der Keyboarder und Klangtüftler Fred Brunner über die Handlung. Die Musik sowie Gesang und Tanz der Musicaldarstellerin Josephine Volk, der tollpatschige Drache und die handgefertigten Riesenwesen (von Michael Gleich und Daniel Ruf) bescheren ein magisches Gesamterlebnis. Die über den Köpfen der etwa 80 Premierenzuschauer fliegenden Fledermäuse und die Fichten des Anhauser Waldes gibt’s gratis dazu. Den Theatermachern ist wieder ein poetisches Stück über Freundschaft und Natur gelungen. Wenn Theater verzaubern soll – das Eukitea mit seiner Waldbühne in Diedorf-Anhausen hat das Zeug dazu.

Weitere Termine am 29. und 30. Juni jeweils um 21 Uhr. Die Strecke zur Eukitea-Waldbühne ist ab Diedorf ausgeschildert. Tickets telefonisch unter 08238/96474396.

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