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Bluespots Productions

08.01.2019

Gearbeitet wird künftig im Kollektiv

Der Regisseur (Martin Schülke) und seine Assistentin (Kim Ramona Ranalter) alias Faust und Gretchen erzählen den klassischen Goethe-Stoff in „Leck mich Faust“ mit einem neuen Blick auf die Geschichte.
Bild: Wolfgang Diekamp

Bluespots Productions hat sich nach dem Rückzug von Leonie Pichler neu sortiert. Die neue Leitung steht, das Arbeitsprinzip wird sich etwas ändern.

Dieser Rückzug ist ein Einschnitt für das freie Theaterensemble Bluespots Productions. Die Gruppe wurde vor mehr als sieben Jahren von Leonie Pichler gegründet, nun allerdings hat die 34-Jährige als künstlerische Leiterin aufgehört (wir berichteten). Das Ensemble hat sich nun notgedrungen neu aufgestellt. Die Leitungsfunktion wird fortan verteilt: Kristina Beck, Lisa Bühler und Anton Limmer übernehmen diesen Part gemeinsam.

Am Jahresprogramm ändert der Rückzug von Pichler nichts. Drei Premieren stehen in dieser Spielzeit an, die Zukunft der Gruppe sei außerdem schone einmal für drei Jahre gesichert, so lange hat die Stadt Augsburg eine institutionelle Förderung zugesichert. „Von außen ändert sich wenig“, sagen Beck und Limmer gemeinsam. „Intern haben wir Leonies Weggang jedoch zum Anlass genommen, die Strukturen und Abläufe anzupassen.“ Das Ensemble soll noch stärker als bisher in die Planung und die Ausarbeitung von Konzepten miteinbezogen werden. „In Zukunft wollen wir den vorhandenen Kollektivgedanken noch mehr stärken und das Ensemble von der Ideenfindung über die Verwirklichung bis zum Abbau mehr einbinden“, so äußern sich Beck und Limmer unisono.

Der bisherigen Linie treu bleiben

Sie erzählen auch, dass der Weggang von Leonie Pichler das Ensemble nicht überrascht habe. Dies habe sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet. An der Motivation werde sich nichts ändern, sie sei weiterhin sehr hoch. Man freue sich, dass Leonie Pichler als einfaches Ensemblemitglied erhalten bleibe.

Auch künftig will Bluespots Productions seiner bisherigen Linie treu bleiben. „Wir möchten weiterhin heikle Fragen stellen, unbequeme Geschichten erzählen und transmediales Storytelling noch mehr ausbauen“, so Beck und Limmer. Wie bisher werden dafür ungewöhnliche und auch neue Spielstätten gesucht, die im Zentrum der Arbeit stehen sollen. Gleichzeitig sollen auch Klassiker weiterhin zum Repertoire gehören.

Zehn Teams an zehn Orten 

In dieser Spielzeit wird das zum Beispiel eine Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“ sein, die im Herbst ansteht. Die erste Bluespots-Premiere des Jahres findet im Rahmen des Brechtfestivals statt – eigentlich verbergen sich hinter „Shitty City“ zehn Premieren. Zehn Teams inszenieren an zehn Orten in der Stadt die zehn Gedichte „Aus dem Lesebuch eines Städtebewohners“. Die einzelnen Aufführungen dauern jeweils 30 Minuten.

Im Sommer findet das Leopold-Mozart-Jubiläum einen Niederschlag im Bluespots-Programm. Dann steht ein biografisches Stück zum Vater von Wolfgang Amadeus Mozart an.

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