Die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche dürfte gut und gerne als zweite Barockgalerie in Augsburg durchgehen. Dies wird deutlich im neuen Kirchenführer des Anton H. Konrad Verlages, der von dem Augsburger Historiker Wolfgang Wallenta geschrieben wurde (64 Seiten, 5 Euro). Ein Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung des reichen Bildprogramms, das diese Kirche auszeichnet. Hier sind Ölgemälde vieler bedeutender Meister des 16. bis 18. Jahrhunderts versammelt. Wallenta sprach von einigen Neuentdeckungen in der Forschung. So seien etwa die prächtigen 18 Emporenbilder lange Zeit Matthäus Gundelach zugeschrieben worden – was nicht ganz stimmen könne – denn zum Zeitpunkt ihrer Entstehung Anfang des 17. Jahrhunderts wäre Gundelach, so Wallenta, „ein Greis von 88 Jahren gewesen“. Jetzt wisse man, dass von Gundelach zwar die Entwürfe stammen, gemalt hat sie aber Matthäus Strasser.
Kirchenführer