Newsticker
RKI registriert 74.405 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 553,2
  1. Startseite
  2. Augsburg
  3. Feuilleton regional
  4. Kunst: Eine „berührende“ Ausstellung

Kunst
05.03.2020

Eine „berührende“ Ausstellung

Britta Schönbrunn bot eine Tanz-Performance zur Vernissage der Ausstellung „berührt“ in der Kirche St. Thaddäus.
Foto: Annette Zoepf

In St. Thaddäus sind drei Monate lang Frauenporträts von Jens Reulecke zu sehen. Es gibt ein Begleitprogramm

Die Gottesmutter Maria spielt in der katholischen Kirche eine zentrale Rolle. In ihr verbinden sich grenzenloser Schmerz, den sie unter dem Kreuz ihres Sohnes Jesus zeigt, mit außerordentlicher Zuversicht, die etwa in ihrem Ausspruch „Was er euch sagt, das tut“ zum Ausdruck kommt. Maria wird auch als Angehörige der Urgemeinde erwähnt. Der Berliner Künstler Jens Reulecke sieht in ihr ein Idealbild der „Stärke des Weiblichen“. Das kommt in seiner Ausstellung „berührt“ zum Ausdruck, die jetzt bis Pfingstmontag (1. Juni) in der Kirche St. Thaddäus und dem Thaddäus-Zentrum St. Wolfhard zu sehen ist. Sie besteht aus 15 fotografischen Frauenporträts, die jeweils durch darübergelegte schwarze Linien und Strukturen verfremdet sind. Drei davon sind in Gestalt eines Triptychons in St. Wolfhard ausgestellt. Ergänzt werden die Bilder durch Texte von Reuleckes Frau Marlies, die neun Jahre lang ein Krankenhaus in Niger leitete und viele afrikanische Länder bereist hat. Sie berichtet von ihren Begegnungen mit schwarzen Frauen, die leiden und doch Freude empfinden und so Kraft schöpfen für ihr weiteres Leben, wie Stadtpfarrer Gerhard Groll bei der Vernissage erläuterte. Die Vernissage war als Performance gestaltet, an der die Sängerin Tabea Gebauer und die Tänzerin Britta Schönbrunn sowie Organist Werner Zuber teilnahmen. Künstler Reulecke las zu deren Musik und Tanz meditative Texte. Groll lud die Besucher dazu ein, die Performance nachwirken zu lassen – „wir haben dafür Zeit“. Im Gespräch mit unserer Zeitung bezeichnete Groll die Ausstellung als einen Denkanstoß; sie passe gut in die Fasten- und Osterzeit, wenn man eher für etwas Neues offen sei. Die Verbindung zur Gottesmutter Maria und zu sich selbst muss der Ausstellungsbesucher selbst herstellen. „Aber Auseinandersetzung finde ich immer gut“, sagte Groll.

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.