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Augsburger Freilichtbühne

07.06.2019

Musical "Jesus Christ Superstar": Das erwartet die Zuschauer

Bild: Jan-Pieter Fuhr

Das Musical "Jesus Christ Superstar" feiert am 29. Juni Premiere auf der Augsburger Freilichtbühne. Wie der Kartenvorverkauf bislang läuft.

Wer durch die Bretterwand der Freilichtbühne am Roten Tor linst, hat den Eindruck, dass die Stadtarchäologie wieder einmal fündig geworden ist. Irrtum! Hier wurde nichts „ausgebuddelt“, sondern etwas aufgebaut: Das Bühnenbild der Freilichtinszenierung von „Jesus Christ Superstar“ des Staatstheaters Augsburg ist einem Amphitheater nachempfunden. Ein treppenförmiges Halbrund in Marmoroptik, eingefasst von Säulen und einem römischen Baldachin ist die Kulisse für Andrew Lloyd Webbers Musicalhit, der am 29. Juni am Roten Tor Premiere hat.

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Nach dem eigens für das Staatstheater geschriebenen Fuggermusical „Herz aus Gold“, das über 35.000 Zuschauer gesehen hatten, greift man in diesem Jahr auf einen Klassiker des Genres zurück, der von den letzten sieben Tagen im Leben Jesu handelt. Es ist der erste Welterfolg des britischen Komponisten Lloyd Webber, der die Rockoper im Alter von 22 Jahren geschrieben hat. Trotz Widerständen christlicher Gruppierungen wurde das Werk nach der Uraufführung 1971 in New York zum Renner, die Verfilmung zwei Jahre später ebenso.

Der Vorverkauf entspricht dem von "Blues Brothers"

Der Vorverkauf für die 22 Vorstellungen bis zum 28. Juli ist bereits angelaufen. Nach Angaben des Theaters sind bereits deutlich über 10000 Tickets verkauft, das entspricht etwa den Vorverkaufszahlen von „Blues Brothers“ und der „Rocky Horror Show“.

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Auf das Besondere der Freilichtbühnensaison ging Daniel Herzog, Direktor der Musiktheatersparte, bei einem Pressetermin näher ein – nicht nur, weil die Bühne in den historischen Wallanlagen am Roten Tor „ein einzigartiger Spielort“ und „Jesus Christ“ „die Mutter aller Rockopern“ sei, sondern auch, weil die Inszenierung von Mitgliedern des Hauses in Zusammenarbeit mit Gästen „gestemmt“ werde.

Für die rockigen Klänge sorgt die Band "Abyss"

Neben Sängern aus dem Ensemble, dem Orchester und dem Ballett wirken in den Hauptrollen Markus Neugebauer (Jesus), David-Michael Johnson (Judas) und Sidonie Smith (Maria Magdalena) mit. Alle drei sind sie profilierte Musicaldarsteller und nicht zum ersten mal in einer Jesus-Christ-Inszenierung mit dabei.

Markus Neugebauer wird die Titelrolle im Freilichtbühnen-Musical „Jesus Christ Superstar“ singen.
Bild: Jan-Pieter Fuhr

Reichlich Erfahrung mit diesem Musical hat auch Regisseur Cusch Jung, der selbst öfters den Judas gespielt hat und Webbers Werk nun zum ersten Mal inszeniert. In Augsburg wird er zudem als Pilatus auf der Bühne stehen. Für die rockigen Klänge des Musicals sorgt die Augsburger Band „Abyss“. Die musikalische Leitung liegt bei Ivan Demidov, dem zweiten Kapellmeister des Staatstheaters.

Seit Mitte Mai laufen die Proben, seit dieser Woche nun auch auf der Bühne am Roten Tor. Und da bekamen alle Mitwirkenden schon einen kleinen Vorgeschmack auf die „Gluthölle“ zu der sich die Freilichtbühne bei hochsommerlichen Temperaturen entwickeln kann. Glücklicherweise seien die Vorstellungen abends, merkte Regisseur Cusch Jung an.

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