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Tuiachs Thesen
13.06.2019

Kolumne: 40 Jahre mit Telefon – was für ein Jubiläum

Foto: Silvano Tuiach

Der Kabarettist Silvano Tuiach pflegt ein besonderes Verhältnis zum Apparat. Früher hob man jeden Anruf ab, heute ist das eher die Ausnahme.

1979 war für mich ein epochales Jahr. Damals wohnte ich noch in Kriegshaber (Maienstraße 1) und zog in die Vohenburger Straße, Luftlinie etwa 80 Meter entfernt. Der Umzug fand damals noch old-fashioned mit dem Leiterwagen statt. In der neuen Wohnung gab es für mich zwei riesige positive Veränderungen: Ich hatte zum ersten Mal eine Badewanne – in der vorhergehenden Wohnung gab es nur ein großes Waschbecken – und ich bekam ein Telefon.

In dem Block in Steppach, in dem ich aufgewachsen war und einen großen Teil meiner Kindheit verbracht hatte, hatten von sechs Parteien nur die Familie Glaser ein Telefon besessen. Der Grund: Herr Glaser war Zählermonteur bei den Lechwerken und musste stets erreichbar sein. Das Telefon von Familie Glaser durfte von den anderen Parteien nur in extremen Notfällen etwa bei einem Todesfall oder der Bestellung eines Krankenwagens benützt werden.

"Sie werden mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden"

Mein Telefon in der Vohenburger Straße war ein altes, elfenbeinfarbenes Gerät mit Wählscheibe, heute wär’s ein Museumsstück. Ich weiß sogar noch die Telefonnummer, 403076. Ich freute mich wahnsinnig, wenn das Telefon klingelte. Man wusste ja damals noch nicht, wer der Anrufer war und hob deshalb immer ab. Das ist heute anders. Heute wird selektiv geantwortet. Das erlebe ich jeden Tag.

Man oder frau schaut aufs Display und entscheidet dann, ob er oder sie abheben soll oder nicht. Nach dem Motto: „Was will denn der Depp von mir!“ Und ruft man beim Arzt oder in einer Behörde an, kann man nach zehn Minuten die Ansage „Sie werden gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden“ nicht mehr hören. Bei 90 Prozent aller Anrufe auf Handys geht kein Mensch aus Fleisch und Blut ans Telefon, sondern es kommt die Ansage: „Schicken sie eine SMS…“ Blöd nur, wenn man wie ich kein Handy hat. Kommunikation ist trotz der unglaublichen Fortschritte in der digitalen Welt eher schwieriger geworden.

Eine Autotelefon-Attrappe zum Selbsteinbau

Aber zurück zur Geschichte des Telefonierens. Bis Mitte der 1990er Jahre war Mobiltelefonieren nur via Autotelefon möglich. Da genügte es nicht, nur ein „Mann von Welt“ zu sein, das hatte auch einen stolzen Preis. Ich erinnere mich noch gut daran, wie zu dieser Zeit Auto-Telefonattrappen auf den Markt kamen. Zum Selbsteinbau in der Mittelkonsole. Gab’s wirklich! Und wenn der Angeber neben sich an der Ampel eine tolle Frau sah, griff er zum Hörer, sprach irgendetwas in die Attrappe und hoffte inständig, die Dame im Auto daneben würde es sehen.

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Ja, und Mitte der 1990er kamen dann die ersten Handys, damals noch so groß und schwer wie eine Ein-Liter-Colaflasche. Den Rest der Geschichte kennen sie. Mein elfenbeinfarbenes Telefon ist bei irgendeinem Umzug verschwunden, heute benütze ich ein etwa 30 Jahre altes analoges Telefon – mit mäßigem Erfolg, denn jeder zweite Angerufene nimmt nicht ab, weil er ja keine (bekannte) Nummer sieht. Wovor haben die Angst…?

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