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Ausstellung
08.02.2024

Die Kunst der Freundschaft

Die Galerie Cyprian Brenner/Die Ecke in Augsburg präsentiert unter dem Titel "Zeichnung & Friends" Kunstwerke, die in künstlerischer Co-Produktion entstanden sind. Hier ein Bergmassiv von Monika Schultes und Christof Rehm.
Foto: Rüdiger Heinze

Die Ecke-Künstlervereinigung zeigt die beachtliche Ausstellung "Zeichnung & Friends". Der Buchegger-Preis geht an Susanne Pohl und Stefan Wanzl-Lawrence.

Künstlergruppen, Künstlerfreundschaften, in denen Werke auch gemeinsamer Autorschaft entstehen, gibt es schon lange. Doch die Regel bei solchen Werken mehrerer Urheber ist: Eine(r) malt, zeichnet, bildet - und reicht die Leinwand, das Blatt, die Skulptur weiter. Auf dass der Freund oder die Nächste Hand anlege. Hernach aber, die Arbeit ist fertig, haben die Betrachter das analysierende Vergnügen der Händescheidung: Wer schuf in seiner ihm eigenen Handschrift welche Passage? 

Auch in der laufenden Ecke-Ausstellung namens "Zeichnung & Friends" sind an herausragender Stelle ausgezeichnete Gemeinschaftsarbeiten zu sehen. Doch sie weichen von der oben beschriebenen Regel in bemerkenswerter Weise ab. Susanne Pohl und Stefan Wanzl-Lawrence arbeiten an ihren kleinformatigen Zeichnungen (40 x 40 cm) auf engstem Raum: parallel, gleichzeitig. Da kann man sich schon einmal rein physisch in die Quere kommen ... Aber Pohl und Wanzl-Lawrence kommen sich ersichtlich weder physisch noch psychisch (Künstler-Ego!) in die Quere, sondern erschaffen mit häufig gespitztem Stift, in zarten Farbtönen, mal figurativ, mal gestisch, außerordentlich deutungsoffene Traumszenerien, die Kopf stehen. Dass die Unmittelbarkeit, die diese Blätter besitzen, nicht die Anlage einer Komposition verhindern, bleibt ein kleines Wunder in diesen fragilen Zeichnungen voller Menschenpaarungen. Der Gesamteindruck ist so überzeugend, dass bei der Eröffnung der Schau der Buchegger-Preis an Pohl/Wanzl-Lawrence ging.

In der Ecke-Galerie werden Gemeinschaftsarbeiten gezeigt

Gegenüber eine weitere beachtenswerte Gemeinschaftsarbeit: Bettina Paschke, Christine Reiter, Petra Steeger und Nina Zeilhofer haben ein Konvolut vornehmlich filigraner Strichführung geschaffen. Hier war das Prinzip das Produktionskonzept: die zeichnerische Reaktion auf eine vorgegebene Zeichnung. Jede der vier Künstlerinnen stieß durch ein eigenes Blatt eine künstlerische Debatte/Auseinandersetzung an. Darauf hatten die Kolleginnen bildhaft zu reagieren. Und auf jede dieser Reaktionen wurde dann - in einer zweiten "Stille-Post"-Runde - noch einmal zeichnend "geantwortet" - formal, inhaltlich oder assoziativ. Das visuelle Geflecht, das dabei entstand, zeigt sich erstaunlich homogen: Es scheint ein Bildkosmos weitgehend organischer, naturnaher Prägung auf, durchsetzt von Gitter-, Netzstrukturen. Pflanzen, Insekten, scheinbar Geologisches geben sich ein provoziertes Stelldichein. Aus dem Viereck der Künstlerinnen wurde eine runde Sache, die den Ecke-Preis erhielt - und deren Einzelteile eigentlich zusammenbleiben sollten ... 

Soviel zu den preisbedachten Werken der Künstlervereinigung "Die Ecke", die im Übrigen von Jana Schwindel, der erst 32-jährigen neuen ersten Vorsitzenden des Vereins, kuratiert wurde. Hätte noch ein dritter Preis zur Verfügung gestanden, er hätte gut und gerne an Wolfgang Reichert, Manuel Frattini und Jason Peters gehen dürfen, die gleichsam ein so konkretes wie konstruktives Triptychon als Ergebnis ihrer künstlerischen Freundschaft vorstellen. Mag dieser "Dreisprung" an Rastermotiven für manche Betrachter auf den ersten Blick als reizarm und spröde wirken, so entfaltet er bei zunehmender Sehzeit sehr wohl gedankenbindende Kraft und Aura. Konfrontiert wird mit dem Gegenteil von lustvoll-schnellem Augenkonsum.

Weitere künstlerische Freundschaften werden gezeigt

Weitere künstlerische Freundschaften stechen ins Auge. Etwa jene von Christofer Kochs und Jörg Mandernach, die das Figurative, die Körperauffassung, ausgesprochen gegensätzlich pflegen: Mandernach stilisiert, illustriert konturenstark; Kochs hingegen bleibt bekannt schemenhaft, tastend, rätselvoll. Etwa jene von Oskar Dietrich, Georg Kleber und Norbert Winter, die die Liebe zu ausdrucksstarker Motivik zu einen scheint - starke Zeichner am Werk. Etwa Stefan Bachmann und Rainer Kaiser mit ihrer abstrahierenden Figürlichkeit.

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Ein Sonderfall ist die Freundschaftspaarung Wolfram Oettl und Bea Schmucker. Hier wurde künstlerisch auf Musik reagiert, eben auf Kompositionen von Wolfram Oettl, der dann die gestisch-dynamischen Zeichnungen Bea Schmuckers noch zusätzlich handschriftlich mit Noten und Schrift versah. Aber Schmuckers Zeichnungen sind nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Musik, sondern ganz offensichtlich auch eine Auseinandersetzung mit der Kunst der US-Malerin Julie Mehretu, die explosiv widerstreitende Kräfte ins Bild zwingt. Jede Auseinandersetzung mit älterer und jüngerer Kunstgeschichte ist fruchtbar, keine Frage. Letztlich freilich kommt es darauf an, die Altvorderen - nach Aneignung - zu überwinden. 

Ausstellungsdauer am Elias-Holl-Platz 6: bis 24. Februar. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags von 12 bis 18 Uhr.

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