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Rockfestival
09.06.2024

NOFX bei Sommer am Kiez: Dinosaurier beim Schwanengesang

Mit Vollgas durch ein Repertoire von 15 Studioalben: NOFX beim Augsburger Sommer am Kiez-Festival am Gaswerk.
Foto: Anna Kondratenko

Das Gaspedal auf Anschlag und dann volle Fahrt: NOFX lassen es krachen beim Sommer am Kiez-Festival. Und das Publikum ist aus dem Häuschen und lässt allerlei Flugtaugliches durch die Lüfte sausen.

Seit der Punkrock Mitte der 70er in einer übel riechenden Seitenstraße Manhattans aus einem zertretenen Bierdosen-Kokon geschlüpft ist, wurde er unzählige Male für tot erklärt. Manchmal roch er nur komisch, manchmal war er sehr gut verkleidet, doch manchmal war er auch in aller Munde. So geschehen Anfang der 90er, als der räudige Hardcore Melodien entdeckte, ohne an Geschwindigkeit einzubüßen. Green Day und The Offspring tanzten in der ersten Reihe, Bad Religion und Rancid gleich dahinter, und NOFX? Die waren mittendrin und seit ihrer Gründung 1983 immer an ihrer Seite die mit typischem Punkhumor nach Gruppenmasturbation benannten Circle Jerks. Daher ist es nur konsequent, dass das kalifornische Hardcore-Quartett NOFX auf ihrer allerletzten Europatour begleitet. 

Sänger Keith Morris listet zu Beginn der Show gleich mal große Namen auf, mit denen die Bandmitglieder schon gespielt haben: Black Flag, Redd Kross, Queens of the Stone Age, Joe Strummer von The Clash. Die Geschichtsstunde währt aber nur kurz, gleich darauf schubsen sie die 6000 Fans in den Punkrock-Ring: In der einen Ecke Joey Castillos muskulöses Schlagzeugspiel, in der anderen drei Akkorde in Überschall, die zusammen den Altpunks im Publikum die Nostalgie aus den Backen watschen. Die ersten Crowdsurfer fliegen noch vor dem ersten Refrain, und bis dahin dauert es bei den Circle Jerks im Schnitt 20 Sekunden. Alles über zweiminütige Songs wären Progressive Rock, alles langsamer als 180 bpm eine Ballade. 

So ein Auftritt spricht für den Status von Sommer am Kiez

Nach 45 Minuten Raserei machen sich ein paar in Richtung Toilettencontainer auf, um sich das Nasenbluten zu stillen und den Schweiß aus den Textilien zu wringen, der Rest klebt vor der Bühne, um ja keine Sekunde des fünftletzten NOFX-Konzerts auf europäischem Boden zu verpassen. Es ist brechend voll vor dem Gaskessel. Normalerweise spielen Bands dieser Größenordnung gerne mal 80 Kilometer weiter östlich, doch dass Bob Meitinger die Melodycore-Legenden nach Augsburg lotsen konnte, spricht für den Status, den sich Sommer am Kiez mittlerweile in der Szene erarbeitet hat. 

Von Wehmut keine Spur, als Frontman Fat Mike mit seinen drei Kollegen die Bühne betritt, samt einer Handvoll Fans, die für das Privileg teuer bezahlt haben. Da muss sich wohl jemand noch die Rente aufbessern. Ein kleiner „Time Warp“-Tanz, zwei Schluck Bier, drei schmale Witze, dann zählen vier schnelle Hi-Hat-Schläge „Dinosaurs will die“ ein. Dinosaurier sind NOFX angesichts vier Jahrzehnte Existenz selbst, aussterben müssen sie daher zwangsweise, aber das machen sie mit bester Laune und einer Energie, als hätte ein neugeborenes Irokesen-Äffchen Koffeintabletten genascht. Das Gaspedal wird bis zum Anschlag durchgetreten, einzig an der Ska-Tankstelle wird kurz abgebremst für einen Becher Off-Beats und ein paar Bissen Trompete. Die 1,50 Euro für die Sanifair-Toilette werden gespart, gleich Vollgas weiter durch das Gaswerk und 15 Studioalben. Bierbecher, Schuhe und aufblasbare Gehhilfen fliegen über die Köpfe, Schlagzeuger Erik Sadin verbrennt 500 Kalorien pro Minute, Fat Mike näselt wie eh und je, und die Band nagelt jeden einzelnen Song. Da zahlt es sich aus, vier Dekaden in Originalbesetzung zu spielen.

NOFX eine fantastische Liveband? Was zu beweisen war

NOFX veröffentlichten mal ein Livealbum mit dem frei übersetzten Namen „Ich hab gehört, dass die live scheiße sind“. Das ist aber gelogen. NOFX sind eine fantastische Liveband. Und bald wird es heißen: Sie waren eine fantastische Liveband. Der Punk wird auch am Abschied von NOFX nicht zugrunde gehen. Aber mindestens eine Niere wird ihm rausgerissen.

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