Vormittags ist es ruhiger auf dem Plärrer, abends hingegen drängen sich die Menschen vor den Fahrgeschäften und sorgen für Stimmung in den Zelten. So weit, so klar – doch in diesem Jahr ist erstmals eine detaillierte Auswertung möglich. Denn auf dem Osterplärrer wurde die Zahl der Besucher durch Sensoren an den Eingängen erfasst, sodass sich genau nachvollziehen lässt, wie viele Menschen sich zu jeder Zeit auf dem Festgelände aufhielten.
Die Auswertung zeigt: Am vollsten war es jeweils am Freitagabend, gegen 21 Uhr – zu dieser Zeit fand das Feuerwerk statt. Der erste Plärrer-Freitag war der einzige Tag, an dem die Zahl kurzzeitig das vorgesehene Maximum erreichte: 18.751 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt auf dem Gelände. Die Besucherzahl fiel schnell wieder unter die zum Plärrer-Start festgelegte Obergrenze von 18.600 Menschen – der Wert wurde auf Grundlage der Notausgangskapazitäten berechnet. Die Stadt Augsburg, die unserer Redaktion die Zahlen zur Verfügung gestellt hat, weist darauf hin, dass systembedingt kleinere Messungenauigkeiten möglich seien – diese wären aber insgesamt nicht relevant.
Am Ostersonntag kamen 50.000 Besucherinnen und Besucher auf den Plärrer
Der besucherstärkste Tag war direkt der erste: Zur Eröffnung am Ostersonntag kamen mehr als 50.000 Menschen auf das Gelände. Der Besucherstrom verteilte sich etwas mehr über den Tag, als es etwa an den Freitagen der Fall war: Schon am frühen Nachmittag waren mehrere Tausend Menschen gleichzeitig auf dem Plärrer, um 17 Uhr – pünktlich zum Anstich durch Oberbürgermeisterin Eva Weber – waren es dann bereits mehr als 10.000.
Dass am Ostersonntag deutlich mehr Menschen als an den anderen Plärrer-Sonntagen das Volksfest besuchten, dürfte mit der Aussicht auf den Feiertag am Ostermontag zu tun gehabt haben. Am Ostermontag selbst war es dann bei bedecktem Himmel verhältnismäßig ruhig – in der Spitze waren trotz des Feiertages nur 2500 Menschen gleichzeitig vor Ort. Dieser Wert wurde an den Wochenenden bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein jeweils schon früh am Tag erreicht. Tendenziell füllte sich der Festplatz sonntags etwas früher als samstags, allerdings waren an den Samstagen ab dem späteren Nachmittag deutlich mehr Menschen unterwegs.
Kinder- und Familientag sowie Tag des Bieres locken die Menschen auf den Plärrer
Unter der Woche waren die Dienstage tendenziell am ruhigsten. An den Mittwochen ist hingegen ein Effekt durch den Kinder- und Familientag sowie den Tag des Bieres zu erkennen: Die Angebote der Fahrgeschäfte sowie das günstigere Bier lockten für einen Tag unter der Woche überdurchschnittlich viele Menschen auf das Fest. Am frühen Nachmittag sind dann etwa ähnlich viele Menschen auf dem Plärrer-Gelände wie zur gleichen Zeit am Wochenende.