Handball

23.11.2017

Der Favorit setzt sich durch

Mit acht Treffern war Christoph Zanker (am Ball) bester Werfer des TSV Göggingen beim Heimsieg gegen Bobingen. Mit einem Erfolg in Aichach will der Bezirksoberligist seine gute Hinrunde beenden.
Bild: Fred Schöllhorn

Gegen Bobingen setzt sich der TSV Göggingen deutlich durch. Dennoch finden die Trainer einen Grund, sich zu ärgern. In Aichach soll das besser werden

Als harte Nuss erwiesen sich die Gegner aus Bobingen für die Handballer des TSV Göggingen. Ein Sieg im Heimspiel gegen den Tabellensechsten war eigentlich Pflicht, um im Kampf um die Tabellenspitze in der Bezirksoberliga am TSV Haunstetten II dranzubleiben, doch die Gäste machten von Beginn an klar, dass sie die Punkte nicht so einfach herzugeben gedachten. Der am Ende doch deutliche 27:20 (9:10)-Heimsieg spiegelte den Spielverlauf nicht wider, sorgte aber für Erleichterung auf Gögginger Seite. „Eine starke und konzentrierte Schlussphase hat sich in den vergangenen Wochen ein bisschen zu unserem Markenzeichen entwickelt“, stellte Spielertrainer Dominik von Petersdorff fest, der in diesem Spiel ohne Florian Pfänder, seinen Partner auf der Trainerbank, auskommen musste.

Die Partie begann ausgeglichen und keinem der Teams gelang es zunächst, sich abzusetzen. Die Gögginger Abwehr machte es den Angreifern aus Bobingen schwer, den Weg zum Tor zu finden. Zunächst gelangen den Gästen über ihren Kreisspieler ein paar Tore, doch die Abwehr um den Mittelblock Daniel Greving und Christoph Ranz hatte das Geschehen danach gut im Griff.

Das Problem war viel mehr der Angriff: Göggingens Toptorschütze Patrick Schupp wurde von der ersten Minute an eine Manndeckung verpasst, sodass die anderen Spieler mehr gefragt waren. Diesen gelang es auch durchaus, sich gute Chancen zu erspielen, leider scheiterte es an der Umsetzung. „Unsere Chancenverwertung war teilweise unterirdisch und wir haben reihenweise hundertprozentige Möglichkeiten ausgelassen“, ärgerte sich von Petersdorff. Wirklich zu ihren Gunsten konnten die Gäste diese Schwäche der Gögginger allerdings nicht nutzen – dafür machten sie selbst zu viele Fehler.

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Fünf Minuten vor der Pause hatten die Hausherren sich eine Zwei-Tore-Führung (8:6) herausgespielt, doch Bobingen gelang in der Folge ein 4:0-Lauf, der die Mannschaft mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause gehen ließ (9:10). Michael Müller hatte vom Siebenmeterpunkt in der letzten Sekunde noch verkürzt.

Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel ausgeglichen und spannend. In der 45. Minute stand es 17:17 – und das, obwohl Göggingen zeitweise sogar in doppelter Überzahl agierte. Von da ab machten die Gastgeber jedoch Ernst: Christoph Nissen vernagelte regelrecht sein Tor und den Bobingern gelang zehn Minuten lang kein einziger Treffer mehr. Göggingen dagegen verwandelte endlich auch konsequent seine Torchancen. Insbesondere mit dem dynamischen Spiel von Christoph Zanker kam Bobingen in dieser Phase überhaupt nicht zurecht und kassierte einen Treffer nach dem anderen.

Nach diesem entscheidenden Zwischenspurt ließen die Gögginger das Spiel gemütlich austrudeln. „Ein höherer Sieg wäre möglich, aber sicher nicht verdient gewesen“, bilanzierte von Petersdorff. Starke zehn Minuten, da ist er sich sicher, werden am Samstag (19.15 Uhr) in Aichach nicht zum Sieg reichen. „Der immer schon sehr heimstarke TSV Aichach zeigt sich in dieser Saison bislang äußerst stabil und hat bislang nur gegen die Spitzenteams aus Haunstetten und Schwabmünchen verloren. Zum Teil haben sie sehr überzeugende und hohe Siege eingefahren.“ Göggingen will aber die sehr gute Hinrunde mit einem Sieg abschließen. (bale)

Göggingen Nissen, Weber; Ranz (2), Thoms (1), Zanker (8), Müller M. (3/2), Hanko, Greving (6), Schupp (6), Kreutz, Müller F., von Petersdorff (1)

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