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Handball

12.09.2019

Haunstetter Trainer: „Ich glaube, wir sind gefestigt“

Fokussiert auf den Klassenerhalt: Wie auch im vergangenen Jahr wird es für Trainer Herbert Vornehm und die Haunstetter Handballerinnen in der dritten Liga kein anderes Ziel geben.
Bild: Fred Schöllhorn

Herbert Vornehm geht mit den Haunstetter Frauen in seine neunte Saison. Einen so schlechten Drittliga-Start wie vergangenes Jahr will er aber vermeiden

Hallo Herr Vornehm. Die neue Handballsaison in der dritten Liga steht vor der Tür. Wie verlief die Vorbereitung Ihrer Frauen-Mannschaft?

Vornehm: Sie war sehr lang. Wir haben zehn Wochen sehr intensiv trainiert. Konditionell sind wir, so glaube ich zumindest, sehr gut drauf und auch spielerisch haben wir wohl Fortschritte gemacht. Das hat sich vor allen Dingen bei einem Turnier in Allensbach am Bodensee gezeigt. Dort haben wir den Schweizer Vizemeister geschlagen und am Ende den vierten Platz belegt.

Sie machen einen zufriedenen Eindruck oder gibt es doch etwas zu kritisieren?

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Vornehm: Überhaupt nicht, alle Spielerinnen haben hervorragend mitgezogen. Wir betreiben schon einen großen Aufwand, vier Trainingseinheiten pro Woche waren die Regel.

Wie sieht es personell aus. Wer kam, wer ging?

Vornehm: Aufgehört hat Nicole Bohnet, Anne Kurstedt ist nach einer Pause wieder eingestiegen. Dazu kommen mit Pauline Driske, Michelle Schäfer und Torhüterin Kiara Spindler drei Talente aus der eigenen Jugend. Spindler gehört zum Kader der Jugend-Nationalmannschaft. Auf Leonie Henkel müssen wir längere Zeit wegen eines Kreuzbandrisses verzichten.

In der vergangenen Spielzeit kam die Mannschaft schlecht aus den Startblöcken und schaffte erst durch eine gute Rückrunde den Klassenerhalt. Wie lautet die Zielsetzung in dieser Spielzeit?

Vornehm: Für den schlechten Start gab es mehrere Gründe. Wir haben zu Beginn nicht die gewünschten Ergebnisse eingespielt. Dies machte sich in der Psyche bemerkbar und dann konnten wir den Verlust von Annika Schmid und Sabrina Müller zunächst nicht verkraften. Ich glaube, dass wir heuer gefestigter sind, und hoffe deshalb, dass wir stabil unterwegs sein werden.

Das Auftaktspiel findet am Sonntag in Wolfschlugen statt. Kennen Sie den Gegner?

Vornehm: Ich habe zwar einige Video-Sequenzen vom Aufsteiger, der acht Neuzugänge hat, gesehen, doch mehr Informationen habe ich noch nicht. Ich glaube allerdings schon, dass der Neuling aus der Nähe von Stuttgart ein starkes Team besitzt.

Wen sehen Sie als Meisterschaftsfavoriten?

Vornehm: Die üblichen Verdächtigen. Der ESV Regensburg hat personell aufgerüstet, Metzingen II und wohl auch Allensbach werden um den Titel spielen.

Sie gelten ja als Tausendsassa, sind auch Abteilungsleiter und Schiedsrichter. Wie bringen Sie das alles auf die Reihe?

Vornehm: Ich habe sehr gute Mitarbeiter. Der TSV ist für mich ja fast wie eine Familie. Das Pfeifen ist natürlich schon sehr zeitintensiv. Bis Weihnachten haben Harald Schweizer und ich 14 oder 15 Spielaufträge.

Hand aufs Herz, trauern Sie eigentlich den drei Jahren in der zweiten Bundesliga nach?

Vornehm: Sportlich natürlich schon, finanziell mussten wir Klimmzüge machen. Für mich als Trainer war die Belastung allerdings grenzwertig.

Interview Herbert Schmoll

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