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Fußball

16.09.2019

TSV Schwaben Augsburg: Reitmeier hält noch am Trainer fest

„Sich keine Gedanken über den Trainer zu machen, wäre nicht praxisnah.“Das hatte sich Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Reitmeier anders vorgestellt: Mit sieben Punkten aus elf Spielen steht der TSV Schwaben Augsburg auf dem letzten Tabellenplatz in der Bayernliga.
Bild: Siegfried Kerpf

Im Heimspiel gegen Deisenhofen agiert der TSV Schwaben Augsburg chancenlos. Sollte der Bayernligist in Landsberg verlieren, wird Markus Deibler wohl entlassen.

Nach fünf Pleiten in Serie wächst der Druck auf den Fußball-Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg. Geradezu alarmierend wirkt die jüngste 1:4 (1:1)-Niederlage zu Hause gegen Aufsteiger FC Deisenhofen. In der zweiten Hälfte fielen die Augsburger sprichwörtlich auseinander, mehr Gegentore wären möglich gewesen. Schwabens Abteilungsleiter Jürgen Reitmeier resümierte enttäuscht: „Dieses Heimspiel hatte für uns eine enorme Bedeutung.“

Bereits vor der Begegnung hatte Reitmeier die Spieler, vor allem aber Trainer Markus Deibler, in die Pflicht genommen. Sechs Punkte aus den Spielen gegen Deisenhofen, Landsberg und Hankofen hatte er gefordert. Nach dem erneuten Rückschlag bestätigte der sportliche Leiter diese Vorgabe, eine sofortige Trennung von Deibler sei nicht geplant. „Stand jetzt wird er gegen Landsberg auf der Bank sitzen“, sagte Reitmeier am Sonntag. Die Partie in Landsberg (Freitag, 19 Uhr) wird damit zur Schicksalsbegegnung für Deibler.

Sollten die Schwaben beim Aufsteiger ohne Sieg bleiben, dürften die Tage von Deibler endgültig gezählt sein. Reitmeier stellt kein Ultimatum, verweist aber auf die Gesetze des Fußballs. „Wenn man zehn Mal Pech hat, ist das irgendwann Unvermögen. Sich keine Gedanken über den Trainer zu machen, wäre nicht praxisnah.“

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Reitmeier will sich treu bleiben, mit Sportdirektor Max Wuschek und anderen Verantwortlichen wird er die Situation nach dem Spiel gegen Landsberg bewerten – ohne Emotionen, mit Abstand zum Spiel. Er sagt: „Bei uns weiß der Trainer vor jedem Spiel, woran er ist. Für das Spiel in Landsberg hat er unser Vertrauen.“ Die Luft werde aber dünner, erklärt Reitmeier. Allein die Tabellensituation verrät dies, die Schwaben rutschten durch die Niederlage auf den letzten Rang. Lediglich sieben Punkte haben sie in elf Spielen geholt.

Gegen Deisenhofen zeigten die Augsburger in der ersten Hälfte noch ansehnlichen Fußball. Auf den Rückstand durch Michael Bachhuber, der einen Torwartfehler von Fabio Zeche bestrafte, reagierte die Heimmannschaft mit dem Ausgleich. Bei einer Kombination über Maximilian Löw und Maximilian Fiedler gelangte der Ball zu Stefan Simonovic, der zum 1:1 traf (23.). Simonovic hatte im Anschluss zwei weitere Chancen, um seine Farben in Führung zu bringen (31./33.).

Kurz nach dem Seitenwechsel dann die Schlüsselszene: Nach Foul an Martin Mayer traf Bachhuber per Strafstoß zum 1:2 (53.). Weil Schwaben-Spieler Gabriel Merane zuvor vehement reklamierte, sah er die Gelb-Rote Karte (52.). Frustriert kommentierte Augsburgs Trainer Deibler diese Aktion: „Der Elfmeter und der geradezu dämliche Platzverweis haben uns das Genick gebrochen. Wir konnten in der ersten Halbzeit das Spiel relativ offen gestalten und hatten auch einen Plan für die zweite Hälfte.“

In Unterzahl agierten die Schwaben aussichtslos. Torhüter Zeche und fahriger Chancenverwertung war zu verdanken, dass sich die Niederlage in Grenzen hielt. Erst gegen Ende des Spiels schraubten Marco Finster (84.) und Martin Mayer (86.) das Ergebnis in die Höhe.

Schwaben Zeche – Wallner (69. Löffler), Ersoy, Baier, Hille – Sakrak (46. Geldhauser), Merane, Fiedler, Glade – Simonovic, Löw (79. Fackler-Stamm)

Tore 0:1 Bachhuber (16.), 1:1 Simonovic (23.), 1:2 Bachhuber (53., Foulelfmeter), 1:3 Finster (84.), 1:4 Mayer (86.) Gelb-Rote Karte Merane (52./TSV Schwaben) Schiedsrichter Beinhofer (Murnau)

Zuschauer 200

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