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Sportlerehrung in Augsburg

02.02.2021

Wegen Corona: Augsburger Sportlerehrung im März ist abgesagt

Starke Männer und eine schlagkräftige Frau: das Eishockeyteam der Augsburger Panther wurde 2019 im Goldenen Saal des Rathauses zur Mannschaft des Jahres gekürt. Sportlerin des Jahres wurde die Box-Weltmeisterin Tina Rupprecht.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die Augsburger Sportlerehrung kann im März nicht stattfinden. Ein Ersatztermin im Juni wird diskutiert, auch eine Komplett-Absage steht im Raum. Was Politiker und Vereine sagen.

Die Augsburger Sportlerehrung im prunkvollen Goldenen Saal des Rathauses gilt als einer der gesellschaftlichen Höhepunkte im Terminkalender der Athleten aus dem Spitzen- und dem Breitensport. Pandemiebedingt wurde die für den 4. März 2021 angesetzte Ehrung nun aber abgesagt. Das teilte Sportreferent Jürgen Enninger im Rahmen der ersten Online-Sitzung des Augsburger Sportbeirates den Vereinsvertretern mit. Derzeit werde noch geprüft, ob ein Ersatztermin im Juni durchgeführt werden kann oder ob es zur kompletten Absage für dieses Jahr kommt. Und sogar Alternativ-Konzepte unter freiem Himmel werden jetzt diskutiert.

Augsburger Sportlerehrung: Veranstaltung mit nur 50 Gästen klappt nicht

„Wenn der Inzidenzwert in Augsburg bei über 100 liegen sollte, wären im Goldenen Saal selbst unter besonderen Auflagen und entsprechenden Abständen nur 50 Personen erlaubt“, machte Enninger eine Musterrechnung auf, die das Dilemma zeigt, „auch wenn im Sportjahr 2020 nicht viele Wettkämpfe stattgefunden haben, so können wir doch 36 Sportler ehren, eine Person soll die Goldene Verdienstnadel erhalten. Schon mit diesen Personen und ihren Begleitungen hätten wir die zulässige Anzahl überschritten.“ Da man das weitere Infektionsgeschehen nicht absehen könne, sei die Sportlerehrung schwer zu planen. Momentan jedenfalls könne „ein wertschätzender Rahmen“ nicht gewährleistet werden, betonte Enninger.

Im Jahr 2018 wurden (v.l .) der Kanute Sideris Tasiadis und der FC Augsburg (Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter und Stürmer Alfred Finnbogason) bei der Sportlerehrung im Goldenen Saal des Rathauses als Sportler und Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Wahl der "Augsburger Sportler des Jahres" bereits abgesagt

Er könne sich aber einen Ersatztermin im Juni 2021 vorstellen, bei dem vielleicht 80 Personen zugelassen werden könnten – aber auch dann mit Maskenpflicht, personalisierten Sitzplätzen und reiner Verleihung der Urkunden. Aber ohne Catering und geselligem Austausch im Oberen Fletz, was bisher zur Tradition der Sportlerehrung gehörte. Die Wahl der „Sportler des Jahres“ war vom Verein Augsburg Allgäuer Sportpresse bereits Ende 2020 abgesagt worden, weil die sportlichen Leistungen aufgrund der vielen abgesagten Wettkämpfe nicht gerecht bewertet werden konnten.

Sportlerehrung in Augsburg: Alternativ-Format im Augsburger Rosenaustadion?

Angesichts des geschilderten Szenarios kam bei den Vereinsvertretern die Frage auf, ob sich eine Sportlerehrung in dieser Form überhaupt lohnt. „Der Aufwand der Sportverwaltung ist ja sehr ehrenvoll. Aber für die zu Ehrenden ist das nichts. In so einem Rahmen will man doch nicht geehrt werden“, sagte etwa Sportbeirats- und Sportausschussmitglied Josef Hummel (CSU) und regte an, die Ehrung auf eine „sinnvolle Zeit“ zu verschieben. Auch Beiratsvorsitzender Hans-Peter Pleitner (TSV Schwaben Augsburg) schloss sich dieser Haltung an. Der zwischenmenschliche Austausch und das Zusammensein mache ja den Charakter dieser Veranstaltung aus.

Hans Wengenmeir (Freie Wähler), ebenfalls Sportbeirat und Sportausschussmitglied in Personalunion, regte Alternativ-Formate im Freien, etwa im Rosenaustadion, an. Vorschläge, die die Verwaltung ebenfalls erwäge, die durch die Wetterabhängigkeit ebenfalls nicht optimal sei, sagte Petra Keller, Geschäftsführerin des Sport- und Bäderamts. Sie betonte aber: „Wir sind weiterhin offen für Vorschläge. Welche Ideen auch kommen, wir prüfen, was umsetzbar ist.“

Für die Sitzung des Sportausschusses am Montag gab der Beirat schließlich die Empfehlung ab, die Sportlerehrung 2021 ersatzlos zu streichen, wenn der übliche Rahmen nicht eingehalten werden kann und die Bürokratie für die Verwaltung zu groß wird.

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