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Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen

FCA

14.01.2019

Wer steht im Tor?

Es darf spekuliert werden, wen Coach Manuel Baum am Samstag auf den Rasen schickt.Im Trainingslager gab es einige Gewinner und einen großen Verlierer

Mit dem Doppeltest gegen Royal Antwerpen (3:0 und 0:1) ist das Trainingslager des FC Augsburg im spanischen Algorfa zu Ende gegangen. Über eine Woche hat Trainer Manuel Baum sein Team intensiv auf den Rückrundenstart am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf vorbereitet. Eine Analyse:

Das weitläufige La Finca Golf Resort im spanischen Algorfa (bei Alicante) bot dem FCA beste Bedingungen. Um die Anlage herum gibt es zwar nur karge Steinwüste, Orangenplantagen und Gemüsefelder. Aber genau das war das ideale ruhige Umfeld, damit sich die FCA-Spieler voll auf ihre Aufgabe konzentrieren konnten. Und das taten sie auch. Jede Einheit auf dem topgepflegten Rasenplatz war intensiv, ernsthaft, aber auch von der nötigen Lockerheit geprägt.

Jonathan Schmid zeigte im Trainingslager, dass er nicht nur die rechte Außenbahn defensiv und offensiv beackern kann. Er hat nach dem Ausfall von Rani Khedira und Daniel Baier im Test gegen Antwerpen auch auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld nicht enttäuscht. Hinzu kommt seine Stärke bei der Ausführung von Ecken und Standards. Trainer Baum sagt: „Er ist für mich einer der spielintelligentesten Spieler bei uns im Team.“ Kevin Danso nutzte das Trainingslager für Werbung in eigener Sache. Danso überzeugte im Testspiel gegen Antwerpen in der Innenverteidigung neben Martin Hinteregger. An Danso wird Trainer Baum in der Startelf gegen Düsseldorf kaum vorbeikommen.

Alfred Finnbogason kam, sah und traf. Wenn der frischgebackene Vater fit bleibt, dann ist in der Rückrunde mit ihm schwer zu rechnen.

Sergio Cordova. Der Stürmer aus Venezuela lief auf dem Trainingsplatz immer mit trauriger Miene durch die Gegend. Kein Wunder: Zwar verbesserten sich seine Adduktorenprobleme im Lauf der Woche, aber an intensives Training war nicht zu denken. Jeffrey Gouweleeuw und Felix Götze erging es ähnlich wie Cordova. Sie konnten nur dosiert in Spanien arbeiten.

Julian Schieber. Der Stürmer, der nach seiner Knie-OP wieder Spielpraxis sammeln konnte, verletzte sich wieder und musste mit einer Oberschenkelblessur aus dem Trainingslager abreisen.

Caiuby hat, aus welchen Gründen auch immer, die wichtigste Phase der Wintervorbereitung verpasst. Darum kann man es sich kaum vorstellen, dass der Brasilianer, egal was das Gespräch ergibt, in den nächsten Wochen im Bundesliga-Kader auftauchen wird. Schon alleine, um den anderen zu zeigen: Die Regeln gelten für alle.

Wird Georg Kobel die neue Nummer eins? Diese Frage ist auch nach dem Trainingslager nicht seriös zu beantworten. Der junge Schweizer ist talentiert, hat gute Reaktionen auf der Linie. Aber reichen ein paar Tage Training, um sich mit der Hintermannschaft einzuspielen? Wohl kaum. Beim Testspiel verhielt er sich, im Gegensatz zum Training, auffallend ruhig im Coaching seiner Vorderleute. Giefer und Luthe sind da stärker. Denkbar: Giefer spielt, Kobel sitzt auf der Bank, Luthe wechselt.

Der neue Manuel Baum verhält sich distanzierter und hat die Mannschaft öffentlich in die Pflicht genommen. In Sachen Taktik ist er längst bundesligareif, ob es ihm auch gelingt, sein eigenes Profil zu schärfen und damit die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, wird man sehen.

Es verdient Respekt, mit welcher Offenheit André Hahn über sein schweres Jahr 2018 und den Tod seines Vaters im November gesprochen hat. Offenheit fördert Verständnis. Und das Interview in unserer Samstagsaugabe, in dem er über dieses Thema gesprochen hat, macht deutlich: Hinter jedem Profi steckt in erster Linie ein Mensch mit all seinen Sorgen und Nöten.

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