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Handball

21.04.2017

„Wir haben keinen Aufstiegszwang“

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Thomas Koppe

Mit dem TSV Göggingen will Trainer Pfänder mittelfristig in die Landesliga. Augsburg 1871 verfolgt andere Ziele und wechselt den Trainer. Verantwortliche im Doppel-Interview

Wie fällt Ihr Fazit nach dem Saisonende in der Bezirksoberliga aus?

Ich war sehr zufrieden. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass wir Dritter werden, hätte ich das sofort unterschrieben. Wir hatten mit zahlreichen Ausfällen wegen Verletzungen, Krankheit oder Berufs zu kämpfen. Daher mussten wir wiederholt improvisieren und auf altgediente Spieler zurückgreifen. Dafür haben wir uns sehr gut geschlagen. Thomas Koppe: Als Aufsteiger haben wir eine super Vorrunde gespielt und standen verdient teils auf dem fünften oder sechsten Tabellenplatz. Aufgrund von verletzten Leistungsträgern haben wir die letzten Spiele leider verloren. Aber wir sind absolut zufrieden.

Was hat Ihnen am Auftreten Ihrer Mannschaft besonders gut gefallen?

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Vor allem der Einsatzwille und der Kampfgeist in Spielen, in denen wir personell sehr schwach besetzt waren. Teilweise bestand keine Auswechselmöglichkeit. Da haben die Spieler wirklich alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft. Koppe: Der Zusammenhalt und die Kampfkraft.

Wo sehen Sie Nachholbedarf?

Wir hätten aus unserer sehr guten Abwehrarbeit mehr Profit schlagen müssen. Kontermöglichkeiten müssen wir in der kommenden Saison besser nutzen. Verbesserung erhoffe ich mir von der Hallensituation: Wir werden künftig einmal in der Woche die komplette Halle zur Verfügung haben und können so das Gegenstoßverhalten besser schulen. Koppe: Uns fehlt die Breite im Kader. Wunschgedanke ist, dass wir besser aufgestellt sind, wenn Leistungsträger ausfallen. Dieses Problem haben andere Vereine allerdings auch. Wenn Stützen ausfallen, sinkt die Qualität im Kader spürbar.

Ist die Bezirksoberliga für Ihren Verein die richtige Spielklasse oder streben Sie nach mehr?

Der TSV Göggingen hat schon in der Landes- und Bayernliga gespielt, daher haben wir schon Ambitionen nach oben. Mittelfristig wollen wir in die Landesliga. Ich würde das Saisonziel aber nicht ausschließlich von der Liga abhängig machen. Die Jungs spielen Handball als Hobby, es muss ihnen in erster Linie Spaß machen. Koppe: Momentan ist die Bezirksoberliga das Richtige für uns. Wenn der Nachwuchs entsprechend nachkommt und er sich bei den Aktiven gut schlägt, dann kann man weiterdenken.

Planen Sie für die kommende Saison personelle Veränderungen?

Torhüter Benjamin Fischer hört verletzungsbedingt auf. Bei Student Philipp Artmann war absehbar, dass er nur ein Jahr bei uns bleibt. Und mein Trainerkollege Andreas Schwendner wird berufsbedingt aufhören. Bei den Neuzugängen bin ich mit Namen vorsichtig, weil die Spieler ihre jetzigen Klubs teilweise noch nicht informiert haben. Koppe: Uns wird wohl kein Spieler verlassen. Kapitän Lukas Schmölz hat aber eine schwere Knieverletzung und fällt mindestens bis Januar aus. Marek Husty wird erst im August mit dem Laufen beginnen können. Ob Neuzugänge dazukommen, wissen wir noch nicht zu hundert Prozent. Wir wollen verstärkt A-Jugend-Spieler einbinden.

Wie sieht Ihre persönliche Situation aus?

Ich bin bei meinem jetzigen Verein absolut zufrieden. Koppe: Ich und Trainer Robert Vetterle hören auf. Es hat keinen Ärger oder dergleichen gegeben, wir werden uns weiter engagieren und sind bei der Mannschaft dabei. Aber frischer Wind und neue Besen schaden nicht.

Wer wird Nachfolger von Trainer Vetterle?

Wir wollten schon im vergangenen Jahr Lubos Urban als Trainer verpflichten, damals hat das aus beruflichen Gründen nicht geklappt. Deshalb haben wir das um ein Jahr verschoben (Urban hat zuletzt den TSV Bäumenheim in der Bezirksliga trainiert, Anm. d. Red.).

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die kommende Saison?

Ziel ist mindestens die Wiederholung des dritten Platzes, verschlechtern wollen wir uns nicht. Das Potenzial, ganz oben mitzuspielen, ist da. Wir haben aber keinen Aufstiegszwang. Sollte es sich innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre ergeben, wäre das eine schöne Sache. Koppe: Die kommende Saison wird mit Sicherheit schwierig für uns. Wir hoffen, dass wir die Liga nochmals halten können. Interview: Johannes Graf

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