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Tennis
19.06.2022

Die bayerischen Meister nutzen die Hitze in Augsburg

Die 20-jährige Anja Wildgruber ist bayerische Meisterin bei den Frauen.
Foto: Christian Kolbert, kolbert-press

Beide Sieger erklären, warum sie von den hohen Temperaturen profitiert haben. Für die Augsburger Vereine gibt es viel Lob und eine gute Nachricht für das kommende Jahr.

Die Schattenplätze auf der Anlage des TC Augsburg waren bei den bayerischen Meisterschaften begehrt. Die rund 250 Gäste, die am Sonntag die Finalspiele verfolgten, suchten sich bei heißen Temperaturen über 30 Grad zumeist unter den Schirmen oder vor den Hecken einen sonnengeschützten Platz. Für die Athleten ging es dagegen in der prallen Sonne um die Entscheidung bei den bayerischen Meisterschaften. Die Veranstalter zogen danach ein rundum positives Fazit.

Augsburger Hannes Wagner steht im Finale

Ein Augsburger war am Sonntagmittag im Kampf um den bayerischen Meistertitel bei den Männern noch im Rennen. Für den TC Schießgraben ging Hannes Wagner an den Start. Vor dem Duell mit Leopold Zima (TC Ohligs) sagte er: „Ich bin schon jetzt sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bis ins Finale komme.“ Bei den heißen Temperaturen trinke er sehr viel, sonst gehe er ganz normal an diese Aufgabe heran, so Wagner. Das Match zwischen ihm und Zima war von Anfang an hochkarätig. Von den Temperaturen ließen sich beide Männer auf dem Platz nicht beeindrucken.

Sieger bei den Männern: Leopold Zima vom TC Ohligs.
Foto: Kolbert

Besonders die schnellen Aufschläge von Zima waren aber stets brandgefährlich. Wagner, der aufopferungsvoll kämpfte, musste sich nach einem spannenden Finale Zima geschlagen geben. Der 22-Jährige gewann mit 7:5, 6:4 und sicherte sich damit den bayerischen Meistertitel. Er sagte: „Natürlich war es sehr heiß, aber ich denke, dass es mir zugutegekommen ist. Es wird bei Hitze schneller und die Bälle springen etwas höher.“ Er könne gut servieren und habe generell ein sehr offensiv ausgerichtetes Spiel. Deshalb hätten ihm die Bedingungen geholfen, so Zima in der Analyse seines Erfolgs.

Die bayerischen Meister kommen mit den Temperaturen gut zurecht

Ähnlich erging es auch der Siegerin bei den Frauen am Vormittag. Anja Wildgruber (MTTC Iphitos) setzte sich dort überraschend klar mit 6:1, 6:2 über die ebenfalls topgesetzte Laura Isabel Pütz (TC Aschheim) durch, die keinen guten Tag erwischte. Wildgruber sagte danach, dass auch sie lieber bei hohen Temperaturen spiele: „Da ich oft unterwegs bin und vor zwei Wochen bei einem Turnier in Tunesien war, ist es nicht so schwer für mich. Ich mag es, wenn es heiß ist, weil die Bälle schneller fliegen.“ Wildgruber hatte vor gut zwei Wochen noch in der Liga gegen Pütz das Nachsehen, nun profitierte sie auch „von einem schlechten Tag“ ihrer Gegnerin, erklärte sie im Anschluss. Für die 20-Jährige ist es der erste bayerische Meistertitel bei den Frauen. Im Juniorenbereich hat sie den Titel bereits neun Mal gewonnen.

Viel Lob für die Organisation der Augsburger Vereine

Zum Turnierabschluss zeigte sich Organisator Jakob Schweyer sehr zufrieden. Der Vorsitzende des TC Augsburg sagte: „Es ist toll, dass alles gut geklappt hat. Wir haben hochkarätige Spiele gesehen, und auch der Zuspruch von den Zuschauerinnen und Zuschauern war trotz der Hitze groß.“ Auch der Vizepräsident des Bayerischen-Tennisverbands, Christian Wenning (Ressort Sport), zog ein positives Fazit: „Die austragenden Vereine haben sich sehr viel Mühe gegeben und lange um diese bayerischen Meisterschaften gekämpft. Es waren wirklich fantastische Bedingungen, und deshalb haben wir ja auch als BTV entschieden, auch im kommenden Jahr die bayerischen Meisterschaften in Augsburg auszutragen.“ Trotz der sehr heißen Bedingungen habe er viele gute Rückmeldungen von Spielerinnen und Spielern erhalten. Alle seien „sehr angetan von der schönen Atmosphäre und den Bedingungen“, betonte Wenning.

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