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Eichhörnchen

26.11.2019

500 Schnappschüsse für das perfekte Eichhörnchen-Foto

Für solche Motive braucht Angela Merk oft viel Geduld, bis sie das perfekte Eichhörnchen-Bild geschossen hat.
Foto: Angela Merk

Angela Merk macht in ihrer Freizeit am liebsten Bilder von Eichhörnchen. Auf ihren Fotos setzt sie die Tiere dabei besonders in Szene.

Ungewöhnlich, lustig, einmalig, niedlich, zum Piepen, skurril, gestellt oder wunderlich. Es fallen einem vermutlich dutzende unterschiedliche Beschreibungen für die Bilder ein, die Angela Merk in ihrer Freizeit fotografiert. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind eindeutig ein Hingucker.

Sie tut alles für das allerbeste Eichhörnchen-Bild

Angela Merk aus Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm macht in ihrer Freizeit Bilder von Eichhörnchen. Aber nicht solche, auf denen die Tiere am Baum klettern oder über den Boden wuseln. Sondern gestellte Fotos mit kleinen Kulissen, Möbeln oder Spielzeug. Es gibt Eichhörnchen, die Instrumente spielen, an einem Mini-Basketballkorb stehen, sich im Spiegel betrachten und sogar in eine Wahrsagekugel schauen. „Manchmal brauche ich 500 Schnappschüsse“, erzählt die 41-Jährige, „erst dann habe ich genau das Motiv, das ich mir vorgestellt habe.“

Im vergangenen Winter war eines der Tiere sogar so zutraulich, dass es an Angela Merk hochkletterte. Davon schoss sie gleich ein Selfie.
Foto: Angela Merk

Begonnen hat alles vor etwa einem Jahr: „Ich bin mit einer Freundin in den Eichhörnchenwald nach Fischen im Oberallgäu gefahren. Die Tiere dort sind zutraulich, sie lassen sich sogar aus der Hand füttern und klettern an einem hoch.“ Anfangs machte Merk noch ungestellte Bilder von den Tieren. Doch dann begann sie zu experimentieren. „Ich habe das erste Mal einen Spielzeugtraktor von meinem Neffen mitgebracht.“ Und das habe gleich so gut geklappt, dass sie seither immer wieder neue Motive ausprobiert. „Es hängt aber natürlich auch immer davon ab, wie die Tiere mitmachen“, sagt sie.

Eichhörnchen am Basketballkorb, Eichhörnchen vor dem Spiegel. Angela Merk fallen immer wieder neue Ideen ein, wie sie die kleinen Nager in Szene setzen könnte.
Foto: Angela Merk

Wenn Angela Merk in den Wald nach Fischen fährt, dann läuft das meistens ähnlich ab. Sie baut ihre Kulisse auf, deponiert ein paar Hasel- oder Walnüsse – die mögen die Nager am liebsten – und wartet. „Es klappt immer unterschiedlich“, erzählt sie. Die einen stibitzen die Nüsse und machen sich davon, manche futtern die Nüsse gleich auf und andere bleiben eine Weile vor der Linse sitzen.

Ihre Ideen für die Motive findet Angela Merk oft beim Stadtbummel, wenn sie durch verschiedene Geschäfte stöbert. „Man bekommt irgendwann einen Blick dafür, was sich gut eignen könnte. Und manchmal findet man auch etwas einfach nur per Zufall.“

"Das sind so richtig goldige kleine Kobolde.“

Wenn sie ein neues Spielzeug oder Mini-Möbelstück gefunden hat, dann packt sie zusammen und fährt nach Fischen. „Es gibt genauso Tage, da klappt es gar nicht und ich muss ohne ein Bild gehen.“ Das passiert zum Beispiel, wenn es draußen wieder kälter wird. Eichhörnchen halten Winterruhe und ziehen sich zurück. „Aber manchmal werden die Finger auch so rot und blau von der Kälte, dass ich keinen einzigen Knopf auf der Kamera mehr drücken kann.“

Doch warum mussten es eigentlich Eichhörnchen sein? „Mich faszinieren sie einfach. Es ist einfach so süß, wie sie sich geben. Ihnen zuzuschauen macht mir so viel Freude. Das sind so richtig goldige kleine Kobolde.“

Dieses Tierchen futtert seine Nüsse direkt vor der Linse von Angela Merk.
Foto: Angela Merk
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