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Füssen

25.03.2015

Allgäuer wollen Limo nicht an Schwule verkaufen

Zwei Allgäuer ernten im Internet heftige Kritik. Sie wollten ihre neue Limonade nicht an eine Schwulen-Bar verkaufen.
Bild:  Franziska Koark (dpa)/Symbolfoto

Zwei Brüder aus dem Allgäu wollten ihr neues Erfrischungsgetränk nicht an eine Schwulen-Bar verkaufen. Homosexuelle seien nicht ihre Zielgruppe. Dafür ernteten sie heftige Kritik.

Die Empörung ist groß. Zwei Zwillingsbrüder aus dem Allgäu wollen ihre Limonade nicht an Schwule verkaufen. Das berichteten mehrere Internetportale, darunter queer.de . "Homosexuelle gehören leider nicht in unsere Zielgruppe", wird eine E-Mail vom Geschäftsführer Kern der TMW Kern GbR aus Füssen im Allgäu, zitiert.

Doch von vorne. Eine Schwulen-Bar in Stuttgart, so heißt es in dem Bericht, hatte die neue Waldmeister-Limonade "Phantasia" bestellen wollen. Thomas Drewitz, Inhaber der Kneipe, soll einen Karton à 24 Dosen angefordert haben. Außerdem schrieb er laut queer.de: "Bitte legen Sie ca. 20 Pappaufsteller dem Paket bei, damit wir gut die Werbetrommel für Ihr Produkt rühren können!"

Doch statt Limo und Werbematerial erreichte die "Boots Westernbar" nur eine E-Mail vom Geschäftsführer. Darin hieß es angeblich wörtlich: "Nach kurzer Recherche bin ich darauf gestoßen, dass die Boots Westernbar eine Schwulenbar ist, kann das sein? In dem Fall wäre es für uns nicht sehr sinnvoll, dort erhältlich zu sein, da wir eben ganz neu auf dem Markt sind und dabei sind eine Marke aufzubauen." Und weiter: "Homosexuelle gehören leider nicht in unsere Zielgruppe."

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Allgäuer Unternehmer entschuldigen sich

Das reichte, um im Netz für Aufregung und vor allem Entrüstung zu sorgen. Entsprechende Berichte werden im Internet nach wie vor geteilt und heftig disktuiert. Die Unternehmer aus Füssen haben bereits reagiert. Und nicht nur das: Sie haben sich auch entschuldigt.

Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite veröffentlichten sie folgenden Beitrag:

Doch auch hier hagelt es - wie viele der über 500 Kommentare zeigen - Kritik. Für viele User kommt die Entschuldigung zu spät.

Die Brüder aus dem Allgäu nahmen nun daraufhin am Mittwoch noch einmal Stellung. Fehler seien menschlich, schreiben die Unternehmer. Und dass man längst "quitt" sei. fla

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