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Gesundheit

20.01.2015

Ansteckungsgefahr in Kindergärten: Diese Krankheiten machen die Runde

In den Kindergärten der Region macht seit Monaten die Hand-Fuß-Mund-Krankheit die Runde. Diese ist zwar hochansteckend, in der Regel aber ungefährlich.
Bild: Symbolbild, Bernd Wüstneck (dpa)

Vor allem in den Kindergärten der Region macht die Hand-Fuß-Mund-Krankheit die Runde. Bei Ansteckung bilden sich rote Pusteln. Das ist zwar unangenehm, aber harmlos.

Sie ist hochansteckend, verläuft aber meist ungefährlich: Seit einigen Monaten macht die Hand-Fuß-Mund-Krankheit vor allem in Kindergärten in der Region die Runde. Gerade vor Weihnachten klagten Kinder häufig über unangenehme Flecken und Bläschen an Händen, Füßen oder Mund, wie Kinderarzt Dr. Michael von Schütz bestätigt. Grund zur Sorge besteht allerdings nicht: „Die Krankheit ist zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos“, sagt von Schütz.

Auch Erwachsene können sich mit der vermeintlichen Kinderkrankheit anstecken

Nach einer Ansteckung breche das Virus meist nach etwa drei bis zehn Tagen aus. Verbreitet ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit – ähnlich wie Masern oder Windpocken – vor allem unter Kindern unter zehn Jahren. Aber auch Erwachsene können sich anstecken. Erste Symptome seien oftmals Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. „Einige Tage später kommen dann schmerzhafte, rote Bläschen in der Mundschleimhaut hinzu.“ Vor allem auf den Handflächen und Fußsohlen breiten sich kleine rote Flecken aus. „Nach sieben bis acht Tagen klingen die Pusteln aber von selbst wieder ab“, sagt von Schütz.

Wer sich vor dem Virus schützen möchte, könne das am besten, indem er den direkten Kontakt zu einem infizierten Menschen vermeide. Da die Krankheit durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Schleimtröpfchen übertragen wird, helfe beispielsweise auch ein Mundschutz. Die größte Ansteckungsgefahr besteht, so lange Ausschlag zu sehen ist. Schützen sollten sich vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. „Auch für Neugeborene kann die eigentlich harmlose Krankheit gefährlich werden“, warnt von Schütz.

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Neue Viruswelle im Anmarsch: Windpocken zu erwarten

Auch wenn die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hochansteckend ist – die Gefahr einer Epidemie bestehe in der Region nicht. „Die Zahl der Kinder, die sich infiziert hatten oder haben, ist derzeit schon wieder rückläufig“, sagt von Schütz.

Auf die Kindergärten komme nun eine neue Herausforderung zu: und die heißt Windpocken. Auch sie verursachen rote Flecken und Bläschen auf der Haut – meist begleitet durch heftigen Juckreiz. Grund zur Sorge besteht allerdings auch hier nicht. „Wer einmal Windpocken hatte, ist in der Regel immun dagegen.“ Seinen Patienten rät der Kinderarzt deshalb meist: Augen zu und durch.

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