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Aschaffenburg
08.05.2016

Fall Rebecca: Urteil soll am Donnerstag fallen

Am Donnerstag soll das Urteil gegen den angeklagten Ex-Freund von Rebecca gefällt werden. Er soll seine hochschwangere Geliebte umgebracht haben. Auch das ungeborene Kind starb.
Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Der "Fall Rebecca" sorgte für Entsetzen: Ihr Freund soll seine hochschwangere Geliebte und das ungeborenes Kind getötet haben. Jetzt will das Landgericht ein Urteil sprechen.

Der Prozess um den mutmaßlichen Mord an der schwangeren Rebecca aus Aschaffenburg soll früher als geplant zu Ende gehen. Das Urteil falle voraussichtlich am Donnerstag, kündigte das Landgericht an. Dort muss sich der zur Tatzeit im Mai vergangenen Jahres 31-jährige Ex-Freund des Opfers wegen Mordes in Tateinheit mit Schwangerschaftsabbruch verantworten. Ein 26-jähriger Freund von ihm steht gleichzeitig wegen Beihilfe zu beiden Taten vor dem Gericht.

Rebeccas Ex-Freund war zur Tatzeit verheiratet und hatte ein Verhältnis mit dem 24-jährigen Opfer. Als Rebecca ein Kind von ihm erwartete, soll der Mann sie laut Anklage getötet und die Leiche versteckt haben. Die Frau war zu diesem Zeitpunkt im neunten Monat schwanger. Der Angeklagte habe so seine Ehe retten und auch keinen Unterhalt für das außereheliche Kind zahlen wollen, argumentiert die Staatsanwaltschaft. Erst nach Tagen fand die Polizei die Leiche der jungen Frau in einer Garage. Beim Prozessauftakt vor gut einem Monat hatte der inzwischen 32-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Fall Rebecca: Beide Angeklagte legten ein Geständnis ab

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass der Hauptangeklagte Rebecca unter einem Vorwand in ein Waldstück gelockt und sie dort mit einem Kabelbinder erdrosselt haben soll. Wie die Obduktion ergab, starb unmittelbar nach der Tat auch das ungeborene Kind. Die Leiche soll der Mann in ein Betttuch gewickelt und sie in einer Garage in einem Industriegebiet versteckt haben. Sein 26-jähriger Freund sollte ihm später bei der Beseitigung helfen. Dazu kam es nicht, da die Polizei die Leiche der als vermisst gemeldeten jungen Frau zuvor fand.

Beide Angeklagten hatten schon gegenüber der Polizei ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Während des Prozesses stand aber zunächst die Schuldfähigkeit des Ex-Freunds in Frage. Mehrere Sachverständige sagten umfassend über seine schwierige Kindheit und seinen regelmäßigen Drogenkonsum aus. Zwei Gutachter bescheinigten beiden Angeklagten schließlich, voll schuldfähig zu sein.

Am Mittwoch sollen Staatsanwaltschaft, Verteidiger und Nebenklage ihre Plädoyers halten. Am Donnerstag will die Kammer dann das Urteil fällen. Rebeccas Ex-Freund droht lebenslange Haft. dpa

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