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München

20.09.2012

Auffangstation für Reptilien: Rettung in Sicht

Leguane klettern am liebsten auf Ästen und Stämmen herum. Diese müssen wegen der scharfen Krallen der Tiere regelmäßig erneuert werden. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)
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Die Reptilienauffangstation sucht neue Besitzer unter anderem für große Tiere wie den Grünen Leguan.
Bild: dpa

Die Münchner Auffangstation für Reptilien braucht Geld, um ihre exotischen Tiere weiter versorgen zu können. Tierfreunde helfen mit Spenden und Patenschaften.

Mit einem Hilfeaufruf ging die Auffangstation für Reptilien in München Mitte September vor die Presse: Es fehlen 50.000 Euro, um in diesem Jahr noch über die Runden zu kommen. Weil immer mehr Tiere abgegeben werden, reichen weder Platz noch Geld. Deshalb musste die einzige Reptilienauffangstation Süddeutschlands einen Aufnahmestopp veranlassen.

Reptilien-Auffangstation: Finanzlücke wohl geschlossen

Nun die erfreuliche Meldung: Der gemeinnützige Trägerverein der Reptilienauffangstation konnte einige neue Paten und Mitglieder gewinnen, die ihre längerfristige Unterstützung zugesagt haben. Mit ihren Spenden, Patenschaften und Mitgliedsbeiträgen helfen die Tierfreunde den exotischen Tieren, wie Alligatoren, Klapperschlangen, Leguanen und unzählligen Wasserschildkröten. Sogar auf Facebook klicken Unterstützer der Station  "gefällt mir".

Auf der Internetseite der Auffangstation für Reptilien heißt es: "Im Augenblick besteht berechtigte Hoffnung, dass die Finanzlücke für dieses Jahr geschlossen werden kann. "Weiter wird berichtet, dass seit Bekanntwerden der finanziellen Misere auch von Seiten der Politik positive Signale zum Erhalt der Station kamen. Man hofft nun auf eine nachhaltige, sinnvolle zukünftige Finanzierung. Für 2012 hat das Umweltministerium bereits weitere Mittel zugesagt.

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Immer mehr exotische Tiere werden abgegeben

Immer mehr exotische Tiere in der Auffangstation waren der Grund für die Misere. Der Leiter, Professor Rudolf Hoffmann, erklärte, dass regelmäßig giftige Tiere abgegeben werden, die nirgendwo anders untergebracht werden. "Durch den massiven Anstieg der Tierzahlen (bis zu über 2000 jährlich) und auch der längeren Verweildauer der Reptilien seit einigen Jahren, reichen die bisherigen Fördergelder und Spenden nicht mehr aus."

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Viele der abgegebenen Tiere sind in gesundheitlich schlechtem Zustand. In der Station bekommen sie medizinische Hilfe von angestellten Fachtierärzten für Reptilien. Manche Tiere brauchen langfristig die medizinische Versorgung und bleiben dann Dauergäste. Für solche Tiere können Tierfreunde Patenschaften übernehmen. 

Die Auffangstation vermittelt die gesunden Tiere weiter. Dazu müssen die zukünftigen Besitzer die Mindestanforderungen für die Haltung von Reptilien erfüllen. Momentan sucht man für  Bartagamen, Königspythons und sehr viele Schildkröten neue Besitzer. Auch für große Tiere, wie Grüne Leguane und Riesenschlangen , werden neue Halter gesucht.   AZ

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