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Fall Mollath

13.06.2013

Banker kann Mollaths Schwarzgeld-Vorwürfe nicht bestätigen

Gustl Mollath wurde 2006 wegen vermuteter Gemeingefährlichkeit in die Psychiatrie eingewiesen und sieht sich als Opfer eines Komplotts. Inzwischen sind die Zweifel an dem Urteil tatsächlich so groß, dass Verteidigung und Staatsanwaltschaft die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt haben.
Bild: Inga Kjer

Im Fall Gustl Mollath hat ein Schlüsselzeuge die Schwarzgeldvorwürfe Gustl Mollaths nicht bestätigt. Dass es Verschiebungen gegeben haben könnte, schließt er nicht aus.

Der bei der HypoVereinsbank tätige Prüfer Herrmann-Albrecht Heß sagte am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Landtags in München: "Ob es sich dabei um Schwarzgelder handelte, können wir von der Revision weder bestätigen noch nicht bestätigen."

Heß schloss nicht aus, dass es sich um Schwarzgeldverschiebungen gehandelt haben könnte, doch Belege dafür hat die Bank nach seinen Angaben nicht. Mollath selbst habe trotz mehrfacher Kontaktversuche keine weiteren Beweise vorgelegt: "Wir haben versucht, Informationen von ihm zu bekommen, aber er wollte nicht mit uns zusammenarbeiten."

Gustl Mollath: Eingesperrt wegen einer Schwarzgeld-Anzeige?

Mollath fühlt sich als Opfer eines Komplotts und erhebt auf seiner Webseite den Vorwurf, er sei wegen der Schwarzgeldanzeige eingesperrt worden. Auslöser des Justizdramas war ein Rosenkrieg mit seiner früheren Ehefrau. Im Januar 2002 hatte Mollath seine damals bei der Bank tätige Frau sowie mehrere Kollegen und Kunden bei ihrem Arbeitgeber angezeigt, weil sie Schwarzgelder in die Schweiz verschöben. Das Ergebnis des Revisionsberichts war, dass Mollaths Frau und Kollegen von ihrem Arbeitgeber gefeuert wurden.

"Vielleicht war die Formulierung nicht die glücklichste"

In dem Revisionsbericht steht als ein entscheidender Satz, "alle nachprüfbaren Vorwürfe" Mollaths hätten sich als zutreffend herausgestellt. Das nahm der Bankprüfer im Untersuchungsausschuss aber zurück: "Vielleicht war die Formulierung nicht die glücklichste. (...) In der Form sei der Satz "wahrscheinlich falsch".

Ende 2003 hatte Mollath dann Strafanzeige wegen des "bisher größten Schwarzgeldskandals" gestellt - Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft in Nürnberg legten die Vorwürfe aber zu den Akten. (AZ/dpa/lby)

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